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Handbuch der physiologischen Optik (Band 9)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der physiologischen Optik (Band 9)

Multivolume work

Persistent identifier:
831953055
Author:
Mädler, Johann Heinrich
Title:
Geschichte der Himmelskunde von der ältesten bis auf die neueste Zeit
Year of publication:
1873
Place of publication:
Braunschweig
Publisher of the original:
Westermann
Identifier (digital):
831953055
Language:
German
Document type:
Multivolume work

Volume

Persistent identifier:
831954388
Author:
Mädler, Johann Heinrich
Title:
Geschichte der Himmelskunde
Scope:
590 Seiten
Year of publication:
1873
Place of publication:
Braunschweig
Publisher of the original:
Westermann
Identifier (digital):
831954388
Signature of the source:
Astr. 5902(2)
Language:
German
Usage licence:
Public Domain Mark 1.0
Publisher of the digital copy:
Technische Informationsbibliothek Hannover
Place of publication of the digital copy:
Hannover
Year of publication of the original:
2015
Document type:
Volume
Collection:
Astronomy

Section

Title:
DRITTER ABSCHNITT. DIE HIMMELSKUNDE IN NEUERER ZEIT.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Section

Section

Title:
II. DIE HIMMELSKUNDE IM 19. JAHRHUNDERT.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Section

Section

Title:
§ 163. Maskelyne, in den 47 Jahren seines Directorats bis an sein Lebensende thätig, [...]
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Section

Contents

Table of contents

  • Allgemeine Encyklopädie der Physik
  • Handbuch der physiologischen Optik (Band 9)
  • Cover
  • Title page
  • Title page
  • Vorrede.
  • Verzeichniss einiger Abkürzungen, welche in den Citaten gebraucht sind.
  • Inhaltsverzeichniss.
  • Anatomische Beschreibung des Auges.
  • Physiologische Optik.
  • §. 8. Eintheilung des Gegenstandes.
  • Erster Abschnitt. Die Dioptrik des Auges.
  • Zweiter Abschnitt. Die Lehre von den Gesichtsempfindungen.
  • §. 17. Von der Reizung des Sehnervenapparats.
  • §. 18. Von der Reizung durch Licht.
  • §. 19. Die einfachen Farben.
  • §. 20. Die zusammengesetzten Farben.
  • §. 21. Von der Intensität der Lichtempfindung.
  • §. 22. Die Dauer der Lichtempfindung.
  • §. 23. Die Veränderungen der Reizbarkeit.
  • §. 24. Vom Contraste.
  • §. 25. Verschiedene subjective Erscheinungen.
  • Dritter Abschnitt. Die Lehre von den Gesichtswahrnehmungen.
  • Nachträge.
  • Sach - Register.
  • Namen - Register.
  • Berichtigungen.
  • [Abbildungen]
  • Cover

Full text

  
422 ZWEITER ABSCHNITT. DIE LEHRE VON DEN GESICHTSEMPFINDUNGEN. $. 25. 
Wenn man sie übrigens sieht, so schwinden sie doch immer bald wieder, wie 
jede subjective Erscheinung, die an eine Structur der Netzhaut gebunden ist. 
Sie treten dann neu hervor, wenn man den Polarisator um 90° dreht. 
Individuen, welche die Büschel recht deutlich wahrnehmen, sehen sie auch 
in solchem Lichte, welches nur theilweise polarisirt ist, auf glänzenden Flächen, 
am Himmel u. s. w. und sind dadurch im Stande, überall gleich die Richtung 
der Polarisationsebene zu erkennen. Von den verschiedenen Farben homogenen 
Lichts zeigt aber, wie Stores gefunden hat, nur das Blau die Polarisations- 
büschel. In den weniger brechbaren Theilen des Spectrum kommen sie nicht 
zur Erscheinung. In einem blauen Felde erscheinen die bläulichen Hyperbel- 
flächen hell, der gelbe Büschel dazwischen dagegen dunkel, so z.B. wenn man 
durch ein stark gefärbtes blaues Glas und den Polarisator nach einer weissen 
Fläche blickt. Ich selbst sehe die Büschel nicht blos nicht in homogenem Grün, 
Gelb, Roth, sondern auch nicht einmal in den gemischten, aber ziemlich ge- 
sättigten Abstufungen dieser Farbentöne, welche gefärbte Gläser geben. Es 
folgt daraus, dass auch im weissen Licht die Erscheinung von den Veränderungen 
des Blau herrührt. Am Orte der gelben Büschel fehlt das Blau, und diese er- 
scheinen eben deshalb gelb und dunkler. 
Wenn Licht durch Refraction, Reflection oder Doppelbrechung polarisirt 
wird, werden stets sämmtliche Farben nahehin gleichmässig von der Polarisation 
betroffen. Nur bei der Absorption farbigen Lichts in doppeltbrechenden Körpern 
kann es vorkommen, dass das Licht gewisser Farben polarisirt wird, das Licht 
anderer Farben dagegen nicht. Das bekannteste Beispiel solcher Absorption ist 
der Turmalin, welcher so häufig als Mittel, Licht zu polarisiren, gebraucht wird. 
Es ist diese Eigenschaft übrigens unter den doppeltbrechenden gefärbten 
Körpern sehr verbreitet, man kann sie durch Färbung derselben künstlich er- 
zeugen, und sie beruht darauf, dass bald wie im Turmalin der ordentliche, bald 
wie im Rutil und Zinnstein der ausserordentliche Strahl stärker absorbirt wird. 
Nun sind aber die meisten organischen Fasern und Membranen schwach doppelt- 
brechend und zwar verhalten sich beide meist wie einaxige Krystalle, deren Axe 
in den Fasern parallel ihrer Länge, in den Membranen senkrecht zu ihrer Fläche 
steht. Die Erscheinung der Polarisationsbüschel ist nun zu erklären, wenn man 
annimmt, dass die gelbgefärbten Elemente des gelben Flecks schwach doppel- 
brechend sind, und dass der ausserordentliche Strahl von blauer Farbe in ihnen 
stärker absorbirt werde, als der ordentliche Strahl. 
Geht blaues Licht ‚von beliebiger Polarisation durch eine Fasermasse von 
dieser Eigenschaft in Richtung der Fasern, so wird es stark absorbirt; geht es 
dagegen senkrecht gegen die Richtung der Fasern hindurch, so wird es stark 
absorbirt werden, wenn es parallel den Fasern polarisirt ist, schwach "dagegen, 
wenn seine Polarisationsrichtung ebenfalls senkrecht zur Richtung der Fasern 
ist. Nun verlaufen im gelben Fleck die sogenannten radiären Fasern von 
H. MÜLLER, welche an anderen Stellen der Netzhaut senkrecht gegen deren 
Fläche stehen, schräg, indem ihr hinteres Ende sich der Netzhautgrube nähert !. 
  
  
* BERGMANN in HENLE und Preurrer Zeitsch. für rat. Med. (2) V. 245; (3) I. 83. — Max Schutze. Obser- 
vationes de Retinae structura penitiori. Bonn. 1859. p. 15. 
W
	        

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Helmholtz, Hermann. Handbuch Der Physiologischen Optik. Leopold Voss, 1867.
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