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Rohstoff-Fragen der deutschen Volksernährung

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Rohstoff-Fragen der deutschen Volksernährung

Monograph

Persistent identifier:
856467936
Title:
Modern trends of education in photogrammetry & remote sensing
Sub title:
ISPRS Commission VI Symposium, September 13 - 16, 1990, Rhodes Island, Greece
Scope:
1 Online-Ressource (251 Seiten)
Year of publication:
1990
Place of publication:
Athens
Publisher of the original:
Technical Chamber of Greece
Identifier (digital):
856467936
Illustration:
Diagramme
Language:
English
Usage licence:
Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)
Publisher of the digital copy:
Technische Informationsbibliothek Hannover
Place of publication of the digital copy:
Hannover
Year of publication of the original:
2016
Document type:
Monograph
Collection:
Earth sciences

Chapter

Title:
Education (WG VI/2 and WG VI/7).
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
NOAA SATELLITE STATION IH GREECE : PROSPECTS OF ESTABLISHING AND USES IN REMOTE SENSING EDUCATION.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Rohstoff-Fragen der deutschen Volksernährung
  • Cover
  • ColorChart
  • Title page
  • Dem Generalstabsintendanten und Amtsgruppenchef im Oberkommando des Heeres Herrn Geheimen Regierungsrat ERNST PIESZCZEK gewidmet
  • Vorwort zur 1. Auflage.
  • Vorwort zur 2. Auflage.
  • Vorwort zur 3. Auflage.
  • Vorwort zur 4. Auflage.
  • Inhaltsverzeichnis.
  • I. Allgemeines.
  • II. Rohstoff "Eiweiß" und "Fett".
  • 3. Ernährungswirtschaft, Ernährungswissenschaft und Eiweißproblem.
  • 4. Rohstoff "Fett" - Allgemeines zur Fettfrage.
  • 5. Neue Aufgaben der Pflanzenzüchtung.
  • 6. Rohstoff "Sojabohne".
  • 7. Rohstoff "Fisch".
  • 8. Rohstoff "Blut".
  • 9. Rohstoff "Hefe".
  • 10. Nutzbringende Verwertung der Schlachtnebenprodukte.
  • 11. Rohstoff "Milch".
  • III. Pflanzliche Rohstoffprobleme.
  • 12. Aufgaben der Qualitätsforschung und Wertstoffermittlung.
  • 13. Die Aufgabe der deutschen Konservenindustrie.
  • 14. Verwertung und Veredelung von Obst und Gemüse.
  • 15. Süßmost - eine neue Groß-Obstkonserve.
  • 16. Rohstoff "Apfel".
  • 17. Rohstoff-Fragen des Mehles.
  • 18. Rohstoff "Kartoffel".
  • 19. Wiedererstehung von Hirse und Buchweizen.
  • 20. Mehr Grünkern, Graupen und Mais.
  • 21. Rohstoff "Holz".
  • 22. Rohstoff "Stroh".
  • IV. Grenzgebiete.
  • 23. Die Kälte im Dienste der Erhaltung großer Lebensmittelwerte.
  • 24. Sicherung der Volksernährung durch Erhaltung reicher pflanzlicher und tierischer Vitaminquellen über die frischkostarme Jahreszeit hinweg.
  • 25. Vorratsschutz und Volksernährung. - Kampf dem Verderb.
  • 26. Das Vermögen im Abfalleimer.
  • 27. Die Bedeutung der Abfälle für die Leistungssteigerung in der Tierernährung.
  • 28. Landwirtschaftliche Aufgaben zur Sicherung unserer Volksernährung.
  • 29. Die Bedeutung des Keimwuchsverfahrens und der "Keimlingsmasse".
  • 30. Schlußwort.
  • 31. Verzeichnis der wichtigsten statistischen Tabellen.
  • Sachregister.
  • Cover

Full text

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Rohstoff „Hefe“. 177 
Zelle freigelegt ist, die Zellhäute entfernt worden sind, wird das Zellinnere, also 
der eigentliche Grundstoff des Extraktes im Vakuum bei Blutwärme ein- 
gedickt. Der eingedickten Masse werden nach Abbau der N-Substanz oft noch 
Extrakte von Gewürzkräutern zugesetzt. Man hat auch mit Erfolg versucht, 
organische Säuren, wie Milchsäure oder Fruchtsäure auf frische Hefe einwirken 
zu lassen. 
So ist der Hefeextrakt dazu berufen, die Fleischextrakte z. T. zu ersetzen. 
Damit können wir auf die Einfuhr von südamerikanischen oder anderen aus- 
ländischen Fleischextrakten verzichten, zumal der Preis des Extraktes billig 
und die Ausgiebigkeit recht groß ist. Man hat sogar schon kochsalzarme Ex- 
trakte aus Hefe hergestellt. Natürlich erhält der Hefeextrakt weniger Stickstoff- 
substanz als der Fleischextrakt und mehr Asche. Der Gehalt an Purinkörpern 
ist bei beiden gleich. Auch der Hefeextrakt besitzt appetitanregende Wirkung. 
Dagegen ist Fleischextrakt vitaminarm, Hefeextrakt vitaminreich (B anti- 
neuralgisch und antidermatisch). Juckenacks Ansicht in dieser Extrakt- 
frage ist folgende: Da im Inlande schon die Fleischpreise die Herstellung von 
„Fleischextrakt‘ nicht gestatten, wird Fleischextrakt aus dem Auslande ein- 
geführt. Auf diese Einfuhr und somit auf den Gebrauch von Fleischextrakt 
kann jedoch verzichtet werden, zumal es chemisch möglich ist, z. B. aus Hefe, 
ähnlich schmeckende Zubereitungen herzustellen, die Fleischextrakt in der 
Küche weitgehend zu ersetzen vermögen.“ Diese Anregung ist in Kranken- 
anstalten, Gaststätten, ja sogar von der Haushaltung durch Verwendung 
deutschen Hefeextraktes stark befolgt worden. 
Inzwischen hat der Hefeextrakt bei uns eine solche Vollendung erreicht, 
daß er nicht mehr als ‚Ersatz für Fleischextrakt‘ angesprochen und definiert 
werden kann. ‚‚Ersatz‘‘ bedeutet leider und besonders in der Lebensmittel- 
industrie seit 1914 soviel wie minderwertig. v. Noorden sagt vom Ex- 
trakt, daß er kein ‚Ersatz‘, sondern ein „Nachfolger“ sei, der sich bewährt 
hätte und ‚‚mit unerbittlicher Sicherheit seinen Vorgänger über kurz oder lang 
verdrängen wird‘. 
Es gibt Werke, welche die reine Hefe in Form von pulverisierter Substanz 
liefern, die Suppen, Soßen und Gemüsen als Würze zugesetzt oder als Streu- 
pulver Nudeln, Spaghetti, Gemüsen und Eierspeisen beigefügt werden kann. 
Vom volkswirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen ist die Verarbeitung 
des wertvollen Fleisches zu Extrakt eine Verschwendung, da hohe Eiweiß- 
verluste eintreten. Dies mag früher angängig und volkswirtschaftlich berechtigt 
gewesen sein, „als unzählbare Rinder ihrer lederliefernden Felle wegen ge- 
schlachtet, ihr Fleisch und Fett sowie ihre Knochen aber nur für Futter- und 
Düngerzwecke Verwendung fanden“ (v. Noorden). Trocknung und Kälte- 
konservierung lösten als neue Verwertungswege des Fleisches dann schnell die 
Extraktverarbeitung ab. Zum mindesten ist die Fleischextraktherstellung aus 
frischem Fleisch heute bei uns unwirtschaftlich, wenn nicht überflüssig ge- 
worden, seitdem wir die Verfahren ausgebaut haben zur Herstellung des Hefe- 
extrakts, der, wie wir schon wissen, in derselben Weise wie Fleischextrakt, 
nur aus Hefezellenbrei der Brauereihefe, gewonnen wird. Bei der Hefeverwer- 
tung bleiben viel mehr Werte erhalten: die Hefe ist trotz ihres hohen Nähr- 
wertes in der feuchten Urform für die menschliche Ernährung bedeutungslos, 
in Gestalt von Extrakt aber sogleich als Genußmittel verwertbar, das sich in 
bezug auf Verwendungsfähigkeit und Gesamtwirkung von dem Fleischextrakt 
nicht unterscheidet. Lediglich chemisch ist ein Unterschied vorhanden durch 
das Fehlen des Kreatins und Kreatinins, ferner ist das Mischungsverhältnis der 
Ziegelmayer, Rohstoff-Fragen. 4. Aufl. 12 
  
  
  
  
  
  
  
 
	        

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Ziegelmayer, Wilhelm. Rohstoff-Fragen Der Deutschen Volksernährung. Verlag von Theodor Steinkopff, 1941.
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