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Europa - Gascogne (6. Band)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Europa - Gascogne (6. Band)

Multivolume work

Persistent identifier:
874247535
Title:
Die Königlich Preussische Landes-Triangulation
Sub title:
Abrisse, Koordinaten und Höhen sämmtlicher von der Trigonometrischen Abtheilung der Landesaufnahme bestimmten Punkte
Year of publication:
1903
Place of publication:
Berlin
Publisher of the original:
Im Selbstverlage
Identifier (digital):
874247535
Language:
German
Editor:
Königlich Preußische Landesaufnahme
Document type:
Multivolume work

Volume

Persistent identifier:
875018165
Title:
Regierungsbezirk Merseburg und Herzogtum Anhalt
Sub title:
mit 10 Beilagen
Scope:
VIII, 619 Seiten
Year of publication:
1904
Place of publication:
Berlin
Publisher of the original:
Im Selbstverlage
Identifier (digital):
875018165
Illustration:
Karten
Signature of the source:
Md. 9200(15)
Language:
German
Usage licence:
Public Domain Mark 1.0
Editor:
Königlich Preußische Landesaufnahme
Publisher of the digital copy:
Technische Informationsbibliothek Hannover
Place of publication of the digital copy:
Hannover
Year of publication of the original:
2016
Document type:
Volume
Collection:
Earth sciences

Chapter

Title:
Abrisse.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Section

Title:
589. Zschölkau. (III. 0.) - [646. Ochelmitz. (I. 0.)]
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Section

Contents

Table of contents

  • Pierer's Universal-Lexikon der Vergangenheit und Gegenwart oder Neuestes encyclopädisches Wörterbuch der Wissenschaften, Künste und Gewerbe
  • Europa - Gascogne (6. Band)
  • Cover
  • Title page
  • [E.]
  • F.
  • F, f - [Faltenwurf]
  • Falter - [Fécamp]
  • Feces - [Fere]
  • Fere - [Feuerlöschanstalten u. Feuerlöschmittel]
  • Feuerluft - [Finnische Sprache u. Literatur]
  • Finnland - [Fleche]
  • Fleche-Huhn - [Flügel]
  • Flügeladjutant - [Fort Gaines]
  • Fort George - [Frankfurt am Main]
  • Frankfurt a. d. Oder - [Frankreich (Geogr. u. Statist.)]
  • Frankreich (Gesch.)
  • Frankreich (Geneal.) - [Französischer Revolutionskrieg]
  • Französischer Sauerampfer - [Freising]
  • Freisingen - [Friedrich]
  • Friedrich - [Fühlkäfer]
  • Fühlkraut - [Fyzepoor]
  • G.
  • Cover

Full text

tbr hy 
è bin 
         
vue iN N 
d, tridad N 
Sularıs 3, 
    
inan mich 
zalonyx ‚A 
  
  
Faunus bis Faussebraye 
er auf dieſe Weiſe bezogén hatte, zum Tode ver- 
urtheilt u. im November gehenkt. Es ging ſpäter 
das Gerücht, daß F. nur ſcheinbar gehenkt u. mit- 
telſt eines eiſernen Halsbandes gerettet, aber ſogleich 
na< Amerika transportirt worden ſei, wo man ihn 
au<h 1839 geſehen haben wollte. 
Faunus , Enkel des Saturn, Sohn des Picus 
u. der Canens, alter König der italieniſ<hen Abori- 
giner, dur die Nymphe Marica Vater des Latinus. 
Er räumte dem Euander den Plat zur Erbauung 
von Palatium ein u. wurde endlich von Hercules 
erſchlagen. Nach ſeinem Tode wurde er ein weiſſa- 
gender Feld -, beſ. Pa u. mit dem grie<hi- 
ſchen Pan ibentificirt. egen ſeiner Weifſager- 
gabe hieß er Fatuus u. Fatuellus, Mit ſeiner Ge- 
mahlin, Fauna od. Fatua (\. Bona Dea), zeugte 
er die Fauni (Faunen), krummnaſige Waldgötter, 
mit Hörnern, Shwänzen u. Bockfüßen; dieſe galten 
auch als Beſchützer u. Mehrer der Heerden u. als 
lüſterne Weſen, welche wegen ihrer täppiſchen Zärt- 
lichkeiten von deu Nymphen überall geflohen wur- 
den. Als Heerdengott hieß er au<h Lupercus (f. 
Lupercalia). Man weihete ihm die Eiche u. den Ol- 
baum u. feierte ihm u. den Faunen den 13. Febr. 
in Rom (auf dex Tiberinſel , wo ſein Tempel ſtand) 
1. den 5. Decbr. auf dem Lande die Faunalia; man 
opferte Böde mit Milch- u. Weinſpenden u. hielt 
heitere Schmäufe; die Arbeitsthiere ließ man frei 
umherſchweifen u. die Sklaven ſich auf Kreuzwegen 
u. Wegen fich erfreuen. Die Faunen waren ein be- 
liebter Gegenſtand der Bildenden Kunſt u. manche 
Darftellungen derjelben find uns erhalten. Dieſe 
aber weichen ſo ſehr von einander ab, wie es bei keiner 
anderen Figur der griehiſ{römiſchen Götter der Fall 
ift, indem fie ſowohl als ſ{<öngeformte Knaben von 
beim Reiz jugendlicher Anmuth Überhgucht erſcheinen, 
od. indem ihr Körper, auf Weſen von niedriger Gat- 
tung deutend, ſich der thieriſchen Natur nähert u. ſelbſt 
mit BVoctsfüßen u. Hörnern verunziert iſ. Das 
berühmteſte Faunbild des Alterthums war der Faun 
des Prarxiteles in der Tripodenſtraße zu Athen mit 
dem Beinamen Periboëtes, d. î. der Weitberühmte. 
Nur Nahbilder in Marmor find uns davon erhal- 
ten, von denen ſich eins im Dresdener, ein anderes 
im Berliner Muſeum befindet. Ahnlich dieſem, u. 
wie dieſer fih an einen Baumftamn anlehnend, ift 
ber Flöte blaſende Faun. Andere berühmte antike 
Faunſtatuen find der Faun mit dem Pinienapfel, 
der Faun mit dem Böckchen, der Faun mit dem 
Fle>en (Büſte in der Münchener Glyptothek) u. der 
Faun Winkelmanns (Büſte ebendaſelbſt). 
Faunus , ſo v. w. Orang - Utang. 
Fauquemont (ſpr. Fohkmong, franzöſiſcher 
Name für Valkenburg), 1) ehemalige Graſſchaft 
des Herzogthums Linburg (zwiſchen Maſtricht u. 
Aachen); 2) Dorf, früher Stadt, an der Geul im 
niederländiſchen Bezirk Maſtricht; die Feſtungs- 
werke wurden 1672 von den Franzoſen geſchleift; 
800 Ew. 
Fauquier (ſpr. Fohkieh), Grafſchaſt im Staate 
Virginia (Nordamerika), 32 QM. ; Flüſſe: Rap- 
pahaunoc{-Rivex u. Gooſe-Creek; Boden fruchtbar; 
Producte: Mais, Weizen; Rindvieh- u. Schaf- 
zut; einige Goldminen ; Gewerbthätigkeit in Leder; 
die Orange - Alexandria - Eiſenbahn durchſchneidet 
die Grafſchaft ; organiſirt 1759, genannt nah Francis 
Fauquier, damaligem Gouverneur von Virginia; 
1850: 20,868 Ew. worunter 10,350 Sklaven; 
137 
Hauptort: Warrenton. Darin auc der Poſtort 
Fauquier White Sulphur Springs (fpr. Fohkjeb 
Hueit Sölför Springs), am Rappahanno>-River ; 
Schwefelquelle, beſuchter Badeort. 
Faureſmith, aufblühender Ort mit anſehnlichem 
Handel, in der Oranje-Rivier-Républik im öftlichen 
Südafrika. 
Fauriel (ſpr. Fohriéhl), Claudé, geb. 1772 in 
St. Etienne, ſtudirte in Tournon u. {loß fich der 
Revolution an, er trat in die Armee, wurde 1793 
Lieutenant, gab aber bald ſeine Entlaſſung u. wurde 
Mitglied des Gemeinderathes in St. Etienne. 1795 
begann er ſeine journaliſtiſche Thätigkeit in der Dé- 
cade, fi< zu gleicher Zeit mit tiefgehenden Stu- 
dien über alten u. modernen Sprachen u. Literatur 
beſchäftigend; kam kurz vor dem 18! Brumaire nad) 
Paris u. wurde Polizeibeamter bei Fouché. Seiner 
gutmüthigen Sinnesart entſpra<h dies Amt uicht, 
weshalb er es niederlegte, um ganz den Wiſſen- 
ſchaften zu leben. Er trat 1800 in freundſchaftliche 
Beziehung zur Frau von Staël u. Benj. Couſtant 
u. zog na dem Landſitz ſeiner Freundin , der Frau 
von Condorcet. Bon hier aus ftand er mit vielen 
hervorragenden Perſönlichkeiten der Schriftſteller- 
welt nicht nux Frankreichs, ſondern au< Deutſch- 
lands, Jtaliens u. Englands in Verbindung u. ge- 
noß wegen ſeiner tiefen Kenntniſſe, ſeines wohl- 
wollenden ſ{hli<ten Charakters u. ſeiner treffenden 
Kritik die allgemeine Achtung der jüngeren Gelehr- 
ten. Nach dem Tode dex Frau von Condorcet 1822 
brachte er zwei Jahre in Jtalien zu, wurde 1830 
Profeſſor der ausländiſchen Literatur an der Fa- 
culté des lettres, trat 1836 in die Académie des 
inscriptions u. ſt. am 15. Juli 1844. Ex über- 
ſetzte Baggeſens Parthenais , n. Aufl. 1819; Man- 
zonis Tragödien, 1823; Neugriechiſche Volkslieder, 
Par. 1824 f., 2 Bde. (deutſch von W. Müller, 1825) ; 
gab heraus das alte provençealiſche Gedicht über den 
Albigenferfrieg (Croisade contre les Albigeois), 
Par. 1828; u. jhr.: Biographien von Dante u. 
Zope de Vega; Hist. de la Gaule merid. sous 
la domination des conquérants germains, Par. 
1836, 4 Bde. Seine von 1832—33 gehaltenen 
Voriräâge erſchienen na< ſeinem Tode geſammelt 
als: Histoire dela poesie provencale, Par. 1846, 
3 Bde. 
Fausse alarme (fr., ſpr. Foff allarm), blin- 
der Lärm. k. attaque (ſpr. Foſſ attak), falſcher 
Angriff. 
Faussebraye (fr., jpr. Foſſbrä, Nieder- 
wall), Erbbrufiwehr vor dem Hauptwall im 
Graben, die fih nur wenig od. gar nicht über 
den Bauhorizont erhebt; fie joll eine frontale, nie= 
dere Bertheidigung des Hauptgrabens erzielen. Zu- 
erſt von den Niederländern angewendet, war Die 
F. nur durch ihren Wallgang von dem Hauptwall 
getrennt (angehangene, attachirte F.). Hier- 
bei waren jedoch die Vertheidiger der F. durch das 
feindliche Wurſſeuer u. die abgeſchoſſenen Stein- 
triimmer des Hauptmwalls jehr gefährdet, auch wurde 
die Sturmfreiheit des Hauptwalls verringert, de9= 
wegen trennte man ſpäter den Hauptwall Durch 
einen Graben von der F. (abgeſonderte, de=- 
ta<hirteF.). Coehorn, Landsberg, Virgin u. And. 
haben die F. nicht blos bei dem Hauptwall, ſondern 
auch bei Außenmerfen für vortheilhaft gehalten. It 
der neueſten (deutſchen) Befeſtigungsmanier wird 
die F. dur< Defenſivkaſematten erſetzt. 
 
	        

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Pierer, Heinrich August. Europa - Gascogne. Verlagsbuchhandlung H. A. Pierer, 1869.
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