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Erstes Kapitel: Der Punkt.
Man nennt r und u die Polarkoordinaten von P,
speziell r den Radius vektor, u die Anomalie von P. Die
Größen r und u bestimmen die Lage von P ebenso eindeutig
wie x und y. Es folgt dies direkt aus der Figur, aber auch
daraus, daß sich vermöge der Gleichungen (1) und (2) x und
y durch r und u, und umgekehrt, in eindeutiger Weise be
stimmen lassen. Der Radius r kann alle Werte von 0 bis oo
annehmen, die Anomalie u alle Werte von 0° bis 360°.
Aufg. 1. Wo liegen alle die Punkte, für die r — a, oder
alle die Punkte, für die u = u 0 ist, insofern a und u 0 ge
gebene feste Werte besitzen?
Aufg. 2. Welches sind die Polarkoordinaten der Punkte
(2,0); (0,3); (-4,0); (0,-1); (3,-3); (1,1); (-2,2)?
Aufg. 3. Welches sind die rechtwinkligen Koordinaten
der Punkte, deren Polarkoordinaten r = 1, u = 45°; r = 3,
u — 210°; r = 2, u = 315° sind?
§ 8. Aus den rechtwinkligen Koordinaten zweier Punkte P
und P 1 ihre Entfernung und die Neigung ihrer Verbindungs
linie gegen die ¿c-Achse zu bestimmen.
Die als positiv gedachte Entfernung PP X werde mit d
bezeichnet, der Winkel, den PP X mit der positiven Richtung
der x-Achse bildet, mit cp. Dabei wollen
wir genauer unter dem Winkel, den
eine Gerade mit der positiven Richtung
der rr-Achse bildet und der also die
Richtung der Geraden bestimmt, den
Winkel zwischen 0° und 180° ver
stehen, den die x-Achse beschreibt,
wenn sie sich um ihren Schnittpunkt
mit der Geraden im positiven Sinne
dreht, bis sie mit dieser zusammenfällt. Der Winkel cp wird
auch kurz der Neigungswinkel der Geraden genannt.
Wir legen durch P als Anfangspunkt ein neues Koordi
natensystem parallel und gleichgerichtet mit dem alten (§ 6).
Sind dann x, y und x x , y x die gegebenen, auf das alte
System bezogenen Koordinaten von P und P 1; so werden jetzt
Kg- 7.