Barock(stil) — Bauabrechnung
EG
Barock(stil). Kunstrichtung mit freier Ver-
wendung der Renaissanceformen u. reichem
ornamentalem Schmuckwerk, In Frankreich
„Louis quatorze‘“ genannt. Beispiele: Jesuiten-
kirche in Rom (Typus für den B.-Kirchenbau).
außerdem Bauten in Wien, Prag u. Dresden,
Barograph, Instrument zur Registrierung des
Luftdruckes, we
Barometer, Instrument zur Bestimmung
des Druckes der atmosphärischen Luft; s.
Aneroid u. Quecksilberbarometer,
Barometrische Höhenmessung, s. Höhen-
messung.
Baroskop, Instrument zur Beobachtung der
veränderungen des Luftdruckes.
Barre, 1. stangenförmiges Stück (Gold,
Kupfer usw.). — 2, Sand- od. Kiesbank im
Meere vor den Flußmündungen oder in Strö-
men unterhalb der Mündung der Nebenflüsse,
— 3. Bezeichnung für gewisse Querhölzer
im Bauwesen in manchen Gegenden.
Barrique, französisches Weinmaß (225 1).
Baryt, Bezeichnung für Bariumoxyd (BaO).
Barytgelb (Steinbühlergelb, gelbes Ultra-
marin, Gelbin), als Malerfarbe u. in der Zünd-
holzfabrikation verwendeter chromsaurer
Baryt.
Barytgrün, hellgrüne, aus Barytgelb her-
gestellte Malerfarbe.
Basalt, ein jüngeres Eruptivgestein, das als
Hartgestein zu Straßen- u. Eisenbahnbet-
tungsschotter sowie zu Pflastersteinen sehr ge-
eignet ist.
Basane, Zu Büchereinbänden verwendete,
bearbeitete Hammelfelle,
Basen, Wasserstoffverbindungen der Me:
talle, deren Wasserstoffatome durch elektro-
negative Atome (Metalloide) ersetzt werden
können,
Basilika, ursprünglich Halle, Königshalle,
Gebäude für Rechtspflege u. Handel bei den
Griechen u. Römern. Später entstand daraus
die altchristliche Kirche als drei- od. fünf-
schiffige Anlage mit erhöhtem Mittelschiff u.
Apsis,
Basis. 1. in der Geodäsie (Grundlinie,
Standlinie) eine genau gemessene gerade
Strecke im Gelände, an welche durch Winkel-
messungen die Aufnahme einer größeren Ge-
ländefläche angeschlossen wird. — 2. in der
Architektur s. v. w. Säulenfuß, S. a. Säule,
Basisapparat, Vorrichtung zum Messen
größerer Längen im Gelände mit größtmög
jicher Genauigkeit. Die Basismessung
bildet die Grundlage von Landesvermessungen
u. Erdmessungen.
Basisch, charakteristische Eigenschaft der
chemischen Basen,
Basismessungen, s. Basisapparat.
Basküle (Basquill), Vorrichtung, mittels der
durch eine Drehung zwei Stangen nach ent-
gegengesetzter Richtung verschoben werden
können, hauptsächlich bei Schlössern, Fen-
sterverschlüssen in Anwendung.
Basrelief (Flachrelief), wenig erhabene Re-
liefdarstellung. Gegensatz: Hochrelief,
Basse-Selve-Ofen, zum Schmelzen kleinerer
Mengen von Tiegelstahl verwendete Schmelz-
ofen.
Bassiafett, Samenfett der Sapotaceen-
pflanzen.
Bassinwagen, s. v. w. Zisternenwagen.
Bast, 1. die inneren Teile der Baumrinde
(z. B. der Linde), wegen ihrer verhältnis-
mäßig hohen Festigkeit als Bindematerial
verwendet (Raffia-B. der Raffiapalme). —
2. Ostindisches Gewebe, zum Teil aus Seide,
zum Teil aus B. bestehend.
Bathometer, Instrument zum Messen von
MVieerestiefen.
Battikdruck, ein Baumwolldruckverfahren.
Batterie. 1. galvanische, elektrischer Strom-
zrzeuger, bestehend aus einer Kombination V.
galvanischen Primär- od. Sekundärelementen.
Je nachdem diese Kombination durch Neben-
einanderschaltung od. durch Hintereinander-
schaltung der einzelnen Elemente hergestellt
wird, wird damit eine Verringerung des
inneren Widerstandes od. eine Erhöhung der
elektromotorischen Kraft erzielt.
2. Leidener B., Ansammlungsapparat, be-
stehend aus einer Kombination v. Leidener-
flaschen. Je nachdem diese Kombination
durch Neben- od. Hintereinanderschaltung der
einzelnen Flaschen hergestellt wird, wird da-
mit eine Erhöhung od. Verringerung der
Kapazität gegenüber jener des einzelnen Ele-
mentes erzielt.
Batterie- oder Etagenkessel (Dampfkessel),
eine Anzahl neben- und übereinander liegen-
der Walzenkessel, deren Wasserräume durch
Querstutzen u. deren Dampfräume durch
einen Dampfsammler verbunden sind.
Bauabrechnung, Abrechnung des Bau-
herrn mit den Bauunternehmern nach der
Bauvollendung.