Curven.
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Curven.
y 2 -f 2 (re — x)y eos re -f (re — xf ~ 26y — 26(re — x) cos ce -f 6 2 — r 2 = O
oder die Klammern aufgelöst
j/ 2 — 2yx cos « -f x 2 -f 2y (a cos re — 6) — 2# (re
Sobald « — 90° = \n genommen wird,
entsteht die Gl.
y 2 + (re — x) 2 — 2 by -ft 2 — r 2 = 0 (3)
für 6 = 0, also wenn durch den Mit
telpunkt C geht
y 2 -f (a — a?) 2 — r 2 = 0 (4)
und für a = r, wenn nämlich A in den
Umfang des Kreises liegt,
y 2 -f x 2 — 2rx = 0 (5)
wie Gleichung 1.
2. Es ist der Kreis die einfachste krumme
Linie, und dennoch wird sie schon durch
eine Gleichung des zweiten Grades be
stimmt; die einfachste unter allen Linien
ist offenbar die gerade, und wenn man
diese als Curve behandelt und eine Glei
chung für dieselbe ermittelt, so erhält
man diese vom ersten Grade wie folgt:
Es sei Fig. 519, BD die gegebene Rich
tung einer geraden Linie, AX eine be
liebige Abscissenlinie in derselben Ebene,
so schneiden sich beide Linien in irgend
einem Punkt C unter der Voraussetzung,
Fig. 519.
:
■ yiF
.
/Г
■
к
А. . А
dafs sie nicht 4-' sind. Nimmt man den
beliebigen Punkt A als Anfangspunkt
der Abscissen, setzt den Abstand AC = a,
den Schneidungswinkel A CB = «, so ist
die Linie BD gegen A und AX bestimmt.
Setzt man nun den constanten Coordi-
natenwinket wie Z.AEF = ß, so ist zwi
schen der beliebigen Länge AE = x und
der zugehörigen Ordinate EF = y
CE : EF — sin CFE : sin FCE
oder x — a : y = sin (re — ß) : sin re
woraus
y sin (re — ß) — x sin re -f re sin re = 0 (1)
für ß = 90° entsteht
y cos re -f x sin re — n sin re = 0 (2)
für re = 0, wenn also die Abscissen vom
Durchschnittspunkt C anfangen
y~xtgcc = 0 (3)
3, Es gibt auch C. deren Bestimmung
— 6 cos et) -f (a 2 — 2a6 cos «-f 6 2 — r 2 ) =0 (2)
nur mit Hülfe von Gleichungen geschieht,
in welchen die Coordinaten von Kreis
bogen oder Logarithmen abhangen, also
von transcendenten Gleichungen wie z. B.
in dem Art. berühre ndegeradeLinie
No. 4, pag. 343 die Gleichungen für die
Cycloide:
x = r (1 — cos re)
у = r( cp— sin cp)
Curven, deren Gesetzen algebraische
Gleichungen zu Grunde liegen nennt man
algebraische Curven, Curven, die
durch transcendente Gleichungen be
stimmt werden, transcendente Cur
ven. Unter den letzten heifsen diejeni
gen , in welchen eine der Coordinaten
als Exponent erscheint exponentiale
Curven, wie die logarithmische Linie,
deren Gleichung ist: у — а*.
Die in einer Gleichung vorkommenden
unveränderlichen Gröfsen heifsen die Pa
rameter der C., weil diese den Maafs-
stab der C. bestimmen, dergestalt, dafs
mit der Abänderung dieser Parameter
nicht die Form, sondern nur die Abmes
sung der C. geändert wird.
4. Wie die Gleichungen für die gerade
Linie No. 4 eine Gleichung vom ersten
Grade, die für den Kreis No. 2 vom 2ten
Grade, so hat man auch Gleichungen
vom 3ten, vom 4ten, .... vom wten Grade,
zu welchen Curven von einfacher Krüm
mung gehören. Die gerade Linie, zu wel
cher eine Gl. vom ersten Grade gehört,
bildet die erste Ordnung der Linien
überhaupt; die Curven, welchen Glei
chungen vom 2ten Grade zugehören, sind
Linien zweiter Ordnung; Curven zu
Gleichungen vom 3ten, 4ten.... nten Grade
sind Linien der 3ten, 4ten, nten
Ordnung. Dagegen betrachtet man auch
die Curven mit Ausnahme der geraden
Linie für sich und nennt C. zu Gleichun-
g en vom 2ten Grade Curven erster
lasse, die zu Gleichungen vom 3ten,
4ten .... nten Grade sind C. 2ter, 3ter,
... (n— l)ter Classe.
Die Gleichungen 1 No. 4 und 2 No. 2,
wenn man in dieser noch die Klammern
auflöst, heifsen vollständige Glei
chungen. Die erste hat die allgemeine
Form:
ay -f bx + с = 0 (1)
die zweite die allgemeine Form:
ciy 2 + bx 2 -f cyx -f cly -f ex -f f = 0 (2)
Eine Gleichung vom 3ten Grade ist voll
ständig bei folgenden vorhandenen Gliedern