Full text: Die Beobachtungsarbeiten und Instrumente (Abschnitt 2)

^weiter ^U»fd)nitt. 
IMe 
Reobachtuii^sarliciteii und Instrumente. 
I. 
Allgemeine Grundbegriffe einer Horizontal- und Vertical- 
messung; Stationen; Signale. 
ft;, bei einer Gradmessung vorkommenden Arbeiten sind ziem 
lich dieselben, die die höheren Vorarbeiten einer allgemeinen Lan- 
desmessung ausmachen, wir werden daher in diesem Abschnitte 
beide, so weit es thunlich, neben einander abhandeln. 
Auswahl der Operationspunkte. 
Die erste Arbeit ist die Auswahl solcher Orte, die als Opera 
tionspunkte, Stationen, dienen können. Es müssen dieselben 
erhöht liegen und eine so freie Umsicht als möglich gewähren, 
damit man von einem auf den andern sehen könne. Bei der Grad 
messung wählt man sie zwischen den beiden Endpunkten, die nahe 
unter gleichem Meridian liegen nach Bessel, so entfernt von ein 
ander, als nur immer möglich, aus, weil durch die geringe Anzahl 
von Stationen die Wahrscheinlichkeit eines verfallenden Fehlers 
vermindert wird, ja wenn es möglich ist, einen Punkt, auf dem 
man beide Enden der Gradmessung, oder zwei Punkte, bei welchen 
man von einem auf den andern und von jedem einen der Endpunkte 
sehen kann, aufzufinden, wie dies bei den Punkten Galtgarben und 
Nidden der Gradmessung in Ostpreussen der Fall ist, so ist dies 
von grossem Vortheil. Nach Struve’s Beobachtungen jedoch sind, 
wahrscheinlich wegen der Lateralrcfraction, Dreiecke mittlerer 
Fischer, höhere Geodäsie. II. 1
	        
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