Full text: Beyträge zum Gebrauche der Mathematik und deren Anwendung (Zweyter Theil, Zweyter Abschnitt)

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werden kann, so bleiben doch noch zwo Fragen 
zu erörtern. Die erste betrift die Allgemeinheit, 
weil diese sich, vermittelst der Erfahrung, nur 
durch Jnduction erweisen laßt. Und da unsere 
Erfahrungen niemals eine geometrische Scharfe 
haben, so bleibt bey denen Sähen, so wir 
daraus finden, immer noch der Anstand, ob 
der Satz in Kleinigkeiten nicht Ausnahmen 
leide, so wie z.E.die Haarröhrgen bey dem 
waagrechten Stande flüßiger Materien kleine 
Ausnahmen machen, oder wie die Strahlen 
brechung in der Luft den Weg des Lichtes ein 
wenig krümmet. Die andere Frage ist, ob 
die mechanischen Satze, so wie wir sie durch 
die Erfahrung ln der gegenwärtigen Welt fin 
den, von der Einrichtung des Weltgebäudes 
abhängig, oder eben so wie die geometrischen, 
für sich nothwendig sind; so, daß sie, wo sie 
vorkommen, nicht anders vorkommen können? 
Man sieht leicht, daß wenn und wiefern letzte 
res statt findet, die Mechanic eben so wie die 
Geometrie nothwendig und a priori erweisbar 
ist. Man sieht auch, daß wenn diese letztere 
Frage entschieden ist, die erstere eben so weit er 
leichtert und entschieden werde. Denn was 
man a priori erweisen kann, geschieht mit dev 
Bestimmung der Allgemeinheit und Schärfe. 
Soll nun diese zweyte Frage erörtert werden, 
so muß es immer so geschehen, als wenn die- 
Hauptsätze der Static und Dynamic noch erst 
zu erfinden wären, und was die Erfahrung 
n.Th.Lanrb.Beytri Ast davoll
	        
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