Vorwort.
XI
türlichste Weg macht allerdings bei Ausnahmen von der Regel besondere Maassnah
men erforderlich; es will mich jedoch bedünken, als ob auch jeder andere, erkünstel
tere Weg am Ende immer doch auch auf die gleiche Anforderung, die in der Natur
der Sache ihren Grund zu haben scheint, zurückkommen müsste; deren zerbröckelte
Einstreuung an einzelnen Stellen der Ilauptstrasse aber ist jedenfalls dem Ueberblick
nicht günstig. Die Convergenz der Reihen bei allgemeinen Betrachtungen im Auge
behalten zu wollen, ist, auch wenn es überhaupt nöthig wäre, hier schon darum
überflüssig, w r eil die Veränderlichen, nach deren Potenzen die Reihen fortschreiten,
stets nur unendlich kleine Wertlie anzunehmen brauchen, die Reihen also, so lange
nicht jene Ausnahmen eintreten, nothwendigerweise convergiren, und zwar im höch
sten Grade, so dass sie aufhören Reihen zu sein.
In Fällen, wo die analytische Geometrie am schiefwinkligen Coordinatensysteme
doppelte Formen in sich aufzunehmen aus irgend einem Grunde abgehalten wird, und
doch der Richtungsgleichungen, — wie ich die Bedingungsgleichungen zwischen den
Projectionszahlen einer Richtung an drei beliebigen Axen genannt habe, — sich nicht
entschlagen kann, werden ihre Rechnungsergebnisse zuletzt verwickelter als am recht
winkligen Systeme. Um Beispiele dieser Art nicht zu übergehen, habe ich noch den
vierten Abschnitt beigefügt, welcher der am wenigsten ausgearbeitete ist, und von
den Linien und Flächen der zweiten Ordnung handelt, in so weit man blos die Um
formung ihrer Gleichungen in’s Auge fasst; um aber sicher die hier aufsteigenden
Unbequemlichkeiten nicht zu verdecken, habe ich die Erleichterungen, welche solche
Betrachtungen aus der Natur der berührenden Geraden und Ebenen schöpfen können,
zu benützen unterlassen, wodurch der Vortheil eines stärkern Hervortretens der neuen
Formen erreicht werden konnte. In diesem Abschnitte hat sich eine, meines Wissens
bisher noch unbehandelt gebliebene und doch sehr bemerkenswerthe Eigenschaft der
Flächen zweiter Ordnung geltend gemacht, deren Durchführung in dem letzten Paragra-
plien und von einem andern Gesichtspuncte aus schon früher theils in Nr. 224. bis
Nr. 227. theils in Nr. 230. versucht worden ist. Diese Durchführung ist zwar noch
ziemlich ungelenk, allein ich glaube nicht, dass die analytische Geometrie im recht
winkligen Systeme sie ohne Weiteres in viel geschmeidigerer Weise wird geben kön
nen ; vielmehr vermuthe ich, dass zu einem leichtern Gange derselben im rechtwinkli
gen wie im schiefwinkligen Systeme noch einige Zwischenglieder nöthig sind, deren
Mangel wohl Schuld gewesen sein mag, warum die fragliche Eigenschaft bisher noch
nicht zur Sprache gekommen ist. Die Resultate der Aufgabe, von welcher hier die
Rede ist, sind von sehr eigenthümlieher Art und namentlich in ihren Restrictionen so
unerwartet, dass man an einigen Stellen vorgefallene Rechnungsfehler zu vermuthen
geneigt sein dürfte. Obgleich die von mir gegebene Lösung ihr Ziel schier bis an’s
Ende verfolgt, so deutet doch schon die unvollständige und ungleichförmige Art der
Einsammlung ihrer verschiedenen Ergebnisse darauf hin, dass hier noch eine ergiebige
Nachlese zu erwarten steht; ich habe Anstand genommen, auf einen Gegenstand, der