Full text: Die Norddeutschen Bundesstaaten (2. Band)

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7 Die norddeutschen Bundesstaaten. 
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Herzogtum Oldenburg . 
Fürstentum Lübeck. , 
Fürstentum Birkenfeld . 
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Dem Stande nach theilen sich die Bewohner in den Adel, den Bür- 
ger- und den Bauernstand, 
IM. Cultur. 
1. Physische Cultur. 
Haupterwerbsquelle der Bewohner ist Ackerbau und Viehzucht. Im eigent- 
lichen Oldenburg ist der Ackerbau am ergiebigsten in der Marsch (sehr 
fruchtbar ist das Butjadingerland), wo die Koppelwirtschaft herrscht, 
während im Geestlande die Dreifelderwirtschaft eingeführt ist. In der Marsch 
wird vorzugsweise Weizen, Gerste, Hafer und sehr viel Raps gebaut, von 
Hülsenfrüchten hauptsächlich Bohnen und Erbsen, die Geest hingegen bringt 
Gerste, Hafer, Flachs, Hopfen, gute Kartoffeln, Hanf und Tabak hervor; 
Roggen wird in beiden Bodenarten, aber nicht mehr als das Land bedarf; 
gebaut. Auch Buchweizen wird gepflanzt. Die vorhandenen Gemüse genügen 
dem Bedarfe, dagegen ist der Obstbau von wenig Bedeutung und liefert eine 
nicht hinreichende Menge, In Lübeck ist der Boden schon von Natur zum 
Ackerbau und zur Viehzucht geeignet; er wird auf holsteinische Art bewirt- 
schaftet und liefert Weizen, Roggen (über Bedarf), Hafer, Gerste, Bohnen 
und Erbsen, Raps, Buchweizen und Kartoffeln, Obst in nicht genügender 
Quantität. In Birkenfeld herrscht Dreifelderwirtschaft und der Ackerbau 
gewährt, des steinigen Bodens wegen, wenig Getreide; hingegen werden viel 
Kartoffeln erzeugt, sowie Flachs und Obst; auch etwas Wein wird gebaut. 
Von der ganzen Fläche des Grossherzogtums sind 95:75 %, landwirt- 
schaftlich benutzt, und hievon ce. 12 % dem Getreidebaue gewidmet; im 
ganzen Staate werden c. 2 Mill. nied. österr. Metzen Getreide gewonnen, 
Von Waldungen findet man die meisten im Fürstentume Birkenfeld
	        
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