$ 51. Die Verschmelzung bei anderen Empfindungen. 329
einer Reizungsbedingungen auch sonst nicht selten vorkommen, da ferner die
>ssion neueren Untersuchungen die Möglichkeit thermischer Empfindungen im
acher Gefolge von einfachen mechanischen Erregungen der Haut nachgewiesen
°h'zu haben, und da endlich die Sonderung der peripherischen Apparate für
schen Druck- und Temperaturempfindungen aus anderen Gründen wahrscheinlich
ist (vgl. $$ 10 und 11). Vielmehr deutet jene Beobachtung, sofern sie nicht
Juali- auf eine wirkliche Erzeugung der betreffenden Empfindungen zurück-
Icher zuführen ist, darauf hin, dass wegen der häufigen Verbindung beider Arten
ver- von Qualitäten die richtige Erkennung einer von ihnen aufgehoben sein
seit kann. Außerdem ließe sich hier die Thatsache heranziehen, dass kalte
das, Gewichte uns schwerer erscheinen als warme von der gleichen Größe.
ehen, Doch ist es nach dem $ 24, 3. Bemerkten wahrscheinlich, dass es sich um
ı Er- adäquate äußere Bedingungen für dieses falsche Urtheil handelt.
sehr 5. Auch die sog. Data des Tastsinnes, das Glatte und Rauhe, das Spitze
n an und Stumpfe, das Harte und Weiche scheinen als Verschmelzungsphänomene
Reize angesehen werden zu dürfen. Es wirken hierbei nämlich zusammen die Em-
wirkt pfindungen, die wir dem Druck der Gelenkflächen gegen einander verdanken,
acks- und die durch die Berührung der Haut entstehenden Sensationen. Da nun
ıchs- beide Arten von Empfindungen, wie früher (vgl. $ 22) gezeigt wurde, wohl
1sser als sehr ähnlich gelten dürfen, so kann es nicht Wunder nehmen, dass die
wäh- Analyse der in solchen Fällen betheiligten Empfindungen erst vor kurzem
ısere gelungen ist... Man pflegt sich über die Glätte oder Rauhigkeit eines Gegen-
cklos standes dadurch am besten zu unterrichten, dass man mit empfindlichen
hung Hautstellen über ihn hin und her fährt, also gleichmäßige Bewegungen
Sub- ausführt. Verläuft dann eine solche Bewegung ohne merklichen Anstoß,
>gen, so nennt man die betastete Fläche glatt, finden dagegen mehr oder weniger
"den. häufige Unterbrechungen in der Gleichförmigkeit der successiven Berührung
ines, statt, so erscheint der betastete Gegenstand als uneben oder rauh. Die
[aut- Mitwirkung der in den Gelenken angeregten »Widerstandsempfindungen«
man ist hier mindestens ebenso wesentlich für die Genauigkeit des Urtheils wie
hren die Succession der an derselben Hautstelle einwirkenden Reize. Von
dene geringerer Bedeutung sind die Gelenkempfindungen für die Auffassung
des Spitzen und Stumpfen, deren Unterscheidung hauptsächlich auf räum-
ver- lichen Merkmalen der durch solche Gegenstände hervorgerufenen Druck-
nem empfindungen beruht, von größerer dagegen für die Beurtheilung des Harten
Be- und Weichen.
und 6. Auch die »doppelte Berührungsempfindung« setzt sich aus Sen-
ung sationen der Haut und der Gelenke zusammen. Wenn wir mit einem
dem festen Gegenstand einen Körper berühren, so glauben wir nicht nur den
Juss Druck zu empfinden, den jener auf unsere Haut ausübt, sondern auch den
igen Widerstand, den der getroffene Körper unserem Werkzeug entgegensetzt,