Full text: Die Geometrie der Lage (3. Abtheilung)

Der ^-Bündel mit Poltetraeder. 
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gleicher Weise sind AB, CD, EF mit jeder der drei Kanten 
A' B', C'D', E'F' incident. Die Regelfläche zweiter Ordnung, auf 
welcher die Kanten des Sechsecks V liegen, geht folglich auch 
durch die sechs Kanten von V, wie der Satz von Hesse (Nr. 56) 
behauptet. 
58. Auf Grund dieses Satzes ergiebt sich zu sieben gegebenen 
Punkten 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 der achte associirte Punkt 8 durch 
folgende lineare Construction. Wir bringen die Kanten 12, 23, 
34, 45, 56, 61 des Sechsecks 123456 in den resp. Punkten A, 
B, C, D, E, F zum Schnitt mit den Ebenen, welche die ihnen 
gegenüberliegenden Kanten mit 7 verbinden; dann ist ABCDEF 
das Brianchon-Sechseck V. Um nun das Sechseck V zu »con- 
struiren, bemerken wir, dass dessen Kante A B' mit AB in der 
Ebene 123 liegt und die Kanten CD und EF schneidet, also 
durch die Schnittpunkte von 123 mit CD und EF geht. Ebenso 
geht B'C' durch die beiden Schnittpunkte der Ebene 234 mit 
DE und FA, und in derselben Weise werden die übrigen Kanten 
des Sechsecks V' construirt. Die drei Yerbindungsebenen der 
Gegenkanten von V' aber schneiden sich in dem gesuchten Punkte 8. 
Der F 3 - Bündel mit Poltetraeder. 
59. Ein F 2 - Bündel, dessen Flächen ein Poltetraeder AB CD 
gemein haben, enthält vier Büschel concentrischer Kegel mit den 
Mittelpunkten A, B, C, D. Die Grundcurven seiner F 2 -Büschel 
werden nämlich aus den Eckpunkten A, B, C, D des Tetraeders 
durch Kegel zweiter Ordnung projicirt (Seite 20), und diese Kegel 
bilden die vier Büschel. Die Poldreikante der vier Kegelbüschel 
werden von je drei Kanten und drei Ebenen des Poltetraeders 
gebildet, und die Ebenenpaare der Büschel haben je eine Tetraeder 
kante zur Doppelgeraden (vgl. I. Abth. Seite 235). Die Kern- 
curve c 6 des F 2 -Bündels, d. h. der Ort der Doppelpunkte seiner 
singulären Flächen, zerfällt demnach in die sechs Tetraederkanten. 
Wenn die Flächen des Bündels sich in acht reellen Basispunkten 
schneiden, so werden diese aus A, B, C und D durch je ein 
Vierkant projicirt, welchem die Kegel eines jener vier Büschel 
umschrieben sind, und auf dessen Kanten je zwei Basispunkte lie 
gen. — Die acht Eckpunkte eines Parallelepipedon bilden die Basis
	        
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