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der erſtere im Ueberſchuſſe, ſo löſt er fih zwar in dem
veränderten Zuſtande, wie er ſih in der Seife befindet,
im Weingeiſte mit auf, ſcheidet ſi< aber beim Erkalten
in Wolfen und Floden wieder aus; enthält die Seife
aber zuviel Natron, ſo zieht dieſes nah und nah Koh-
lenſäure aus der Luft an, und es entſtehen dur die
Kryſtalliſation des kohlenſauren Natrons feinſtrahlige
Sternchen, welche oft die ganze Oberfläche der Seife be-
deden. Beide Uebelſtände treten aber vorzüglich dann
ein, wenn die Seife nit frifh ift, und man muß da-
her vorzugsweife frifche Seifen anwenden, fie ſchaben
und fogleich trodnen.
2) Möglichſt waſſerfreier Weingeiſt, wenigſtens von
36° R., welcher ein fpecififched Gewicht von 0,8428 und
einen Gehalt von 82 Procent abſolutem Alkohol hat,
Je ſhwächer der Weingeiſt, alſo je waſſerhaltiger der-
ſelbe iſt, deſto unflarer wird die Auflöſung der Seife,
weil fie fich felbft in deſtillirtem Waſſer nie waſſerklar
auflöft, und deſto trüber wird die dur< Auflöſen in
wäſſerigem Weingeiſte dargeſtellte Transparentſeife.
3) Zwe>mäßige Filtrirapparate, deren Trichter im-
mer warm erhalten werden, am beſten dur< Waſſer-
dämpfe, damit die durchgeſeihte Seifenlöſung nicht ſobald
erſtarre.
Um die Transparentſeife nun zu bereiten, werden 8
Pfund getro>nete friſhe Seife in 16 Pfund (gewogen)
Weingeiſt voin wenigſtens oben angegebenen ſpec. Ge-
wicht in einer verzinnten Branntweinblaſe bei gelinder
Wärme aufgelöſt, der während der Operation über-
gehende Weingeiſt dur< den Tubulus wieder in die Blaſe
zurüdgegoffen und die Auflöſung auf vorher ſtark er-
wärmte Seihezeuge gebraht. Die durchgelaufene klare
Flüſſigkeit erſtarrt, bevor ſie noch faſt erkaltet; fie wird
deshalb in die vorher wohl gereinigte Blaſe wieder zu-
rü>gebraht und davon noh 4 bis 6 Pfund Weingeiſt,
oder ſoviel davon abdeſtillirt, bis ſie die gehörige Dich-
tigkeit, um in Formen gegoſſen werden zu können er-
langt hat. Der Rückſtand wird fodann in einem fhid-
Aut