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Holzkohle.
Die Holzkohle hat bei einem geringeren Volum die
Form und die Textur des Holzes, aus welchem ſie dar-
geſtellt wurde. Sie “iſt immer ſehr’ porös, leiht ent-
zündlih und vermag: bedeutende Volummengen der 'ver-
ſchiedenſten gasförmigen Körper zu abforbiren ; dabei iſ}
ſie ſehr hygroſkopiſch und kondenſirt , in feuchte Luft ge-
bracht, in ihren Poren raſh 10 bis 15 Broc. ihres Gez
wichts Waſſer. Alle dieſe Eigenſchaften“ ſind in ihrer
Intenſität bei" verſchiedenen Holzarten verſchieden, und
jchwanfen aud nach der Art der’ Berfohlung, ſowie nach
den Umſtänden , denen die Kohle nach ihrer Erzeugung
unterworfen war.
Die käuflichen und: die in Hüttenwerken und andern
metallurgifhen Operationen: angewendete Kohle brennt
faſt ſtets mit mehr "oder weniger deutlicher, bläulicher
Flamme, welche durch "verſchiedene Urſachen hervorge-
braht wird, und ſi< nah der Konſtruktion des Feuer-
rauins richtet. Bededt die Kohle den Roſt ‘in einer
ziemlih ſ{hwachen Schicht und“ hat die Luft zu allen
Kohlenftüden freien Zutritt, fo wird der Kohlenſtoff dur
direfte Verbrennung in Kohlenſäure umgewandelt;
die Flamme rührt dann nur von den flüchtigen Produk-
ten her, welche aus den in der niht ganz vollſtändig
verfohlten Kohle noch enthaltenen organiſchen Subſtan-
zen ſih entwi>eln. Jn verſchloſſenen Gefäßen darge-
ſtellte Kohlen geben ſtets“ weit mehr Flamme, als Mei-
lerfohlen.
Wenn dagegen der Heizrauın ehwas tief iſt und
» eine ſtärkere Schicht rothglühender Kohlen in fleinen,
dicht aufeinander liegenden Stücken den Roſt bede>en,
ſo tritt die Luft in zu geringer Menge oder mit ſo ge-
ringer Geſchwindigkeit hinzu, daß ſie niht im Stande
iſt, fi dur alle Kohlen Weg zu bahnen, und dann
kann noc eine andere Urſache zur Bildung der Flamme
beitragen. Jn dieſem Falle findet nämlich eine“ direkté
Schauplag, 167. Bd. 3, Aufl. 3
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