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um Curven entstehen zu lassen und aus den verschiedenen Geschwindig
keiten der zur Erzeugung derselben componirten Bestandtheile, einer Linie
und eines Punktes, die Eigenschaften der Curven zu erforschen.
So ergiebt sich sehr einfach, dass, wenn die Bewegung der Genera
trix und des in ihr laufenden Punktes mit gleichförmiger Geschwindigkeit
geschieht, die so hervorgebrachte Linie eine Gerade ist. Denn hat die Ge
neratrix in der Zeit t x das Stück AM i (Fig. 9), in der Zeit t 2 das Stück
AM 2 der Directrix, der Punkt aber in -denselben Zeiten die Stücke bezüg
lich M i P l , M 2 P 2 durchlaufen, so haben wir, da nach der Voraussetzung
die Geschwindigkeiten gleichförmig sind, die Proportionen:
AM X : AM 2 =
und M X P X : M 2 P 2 = t x : t 2 ,
woraus folgt: M i P i : M 2 P 2 = AM X : AM 2 ,
welches die Eigenschaft einer Geraden ist; und man sieht, dass die Tan
gente ihres Neigungswinkels M X AP X , der d heisse, wenn c x die Geschwin
digkeit des Punctes, c 2 die der Generatrix ist, ausgedrückt wird durch
tang.d — —. Ebenso leicht lässt sich zeigen, dass, wenn die Geschwindig-
Co
keit der Generatrix gleichförmig, die des Punktes gleichförmig beschleunigt
ist, eine Parabel entsteht, und dass allgemein in allen von dem ersten
verschiedenen Fällen eine Curve entstehen muss, in welcher keine drei be
nachbarte Punkte in einer Geraden liegen können. Das Fundamentaltheo
rem, mittelst dessen er das Tangentenproblem zu lösen sucht, ist aber
folgendes*): Die Geschwindigkeit des die Curve (welche sie. auch sei) be
schreibenden Punktes ist an jeder Stelle P (Fig. 10) so gross, dass mittelst
derselben, wenn sie gleichförmig beibehalten wird, ein in T befindlicher
Punkt die Strecke TQ in derselben Zeit zurücklegt, in der die Generatrix
OY die Strecke OM der Directrix durchlaufen hat, dass sie sich also zur
Geschwindigkeit der Generatrix verhalte wie TQ : OM oder wie TQ : QP.
Der Beweis ist folgender: Nehmen wir an, die erzeugende Linie OY be
finde sich in einem zwischen 0 und M gelegenen Punkte M t der Directrix,
so wird sich der von T aufsteigende Punkt, wenn sich seine Geschwindig
keit zu der der Generatrix verhält wie TQ : QP, in einem solchen Punkte
T befinden müssen, dass sich verhält TT': OM y =• TQ: QP oder TT : Qp x =
*) Lecture IV. der „Geometrical lectures“.
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