Full text: Magnetische Kreise, deren Theorie und Anwendung

Bestimmung der Magnetisirung oder der Induktion. 
351 
mittels eines eigens konstruirten rotirenden F1 üssigkeitsrheostats 
mit oder ohne Kommutator. *) Fig. 80 zeigt eine Form des 
Kurvenprojektors mit einem festen magnetischen Kreise KK an 
statt der Probestäbe, wie er sich speciell für Demonstrationszwecke 
am besten eignet. 
§ 215. Untersuchungsapparate von Koepsel und Kennelly. 
Das Princip der Feldmessung mittels einer durch Torsionsfedern 
gerichteten Spule (§193) liegt einem von Koepsel 1 2 ) angegebenen 
Eisenuntersuchungsapparat zu Grunde; derselbe ist in Fig. 81 im 
Aufriss, in Fig. 82 im Grundriss abge 
bildet. Die Magnetisirungsspulen SS, 
welche ein Strom bis zu fünf Ampère 
durchfliesst, erzeugen im Zwischen 
räume ein Feld parallel ihrer Axe ; letz 
terer parallel liegt auch die Windungs 
ebene der oben und unten an einer 
zugleich stromführenden Torsionsfeder 
befestigten Messspule; der Hilfsstrom 
durch diese wird konstant, etwa auf 
ein Deciampère, regulirt. Sobald die 
Spulen SS erregt werden, wird die 
Messspule sich ihnen parallel zu 
drehen suchen ; der Torsionswinkel, 
welcher sie in die Nulllage zurückbringt, 
misst das Spulenfeld Sq (vgl. p. 316). 
Schiebt man nun in jede Magneti- 
sirungsspule eine Eisenprobe, so wird 
der erforderliche Torsionswinkel weit grösser; er ist der Induktion in 
den Proben wenigstens angenähert proportional. Bei der be 
schriebenen Anordnung des magnetischen Kreises ist die Gestalt 
der Proben schwerlich in Rechnung zu bringen; neuerdings hat 
daher Koepsel 3 ) den Apparat in folgender Weise modificirt. 
Eine Magnetisirungsspule umfasst eine einzige Probe, welche 
sich in einem Schlussjoch (vergi. § 218) befindet. Die Messspule 
1) Ewing, Electrician 80, p. 65, 1892. 
2) Koepsel, Verhandl. physik. Gesellsch. Berlin 9, p. 115, 1890; 
auch Elektrotechn. Zeitschr. 13, p. 560, 1892. 
3) Koepsel, Verhandl. physik. Gesellsch. Berlin, 2. März 1994.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.