Hexakisoctaeder.
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Himmelskugel.
Arten oder Abänderungen in der Form,
so dafs bald die Hexaederecken, bald die
Octaederecken mehr hervortreten.
Hexakistetraeder (Kryst) hat 24 Flächen
in ungleichseitigen Dreiecken, 36 Kanten,
von denen die 3 zu einer Fläche gehö
renden ungleich sind und 14 Ecken. Von
diesen sind 4 Ecken sechskantig spitz,
4 Ecken sechskantig stumpf, und 6 Ecken
sind vierkantig.
Hexangulär, s. v. w. „sechseckig“.
Himmel, der gestirnte Himmel ist
der Inbegriff aller in dem über unsrem
Haupt befindlichen unermefslichen Raum
sich bewegenden Gestirne.
Himmelsaequator, s „Aequator“.
Himmelserscheinungen sind die am
Himmel unerwarteten Vorkommnisse, als
die Erscheinung eines noch nicht dage
wesenen Kometen, von Nebensonnen, von
Nordlichtern. Ferner die zwar vorherzu
bestimmenden aber in Folge verschiede
ner Constellationen zwischen Sonne, Erde
und Mond zu verschiedenen Zeiten und
verschiedengradig eintretenden Sonnen-
und Mondfinsternisse, ferner die zwar
regelmäfsigen aber in weniger oder mehr
grofsen Zeitabständen wiederkehrenden
Himmelskörper als bekannte Kometen und
auffallend glänzende Gestirne wie der Ju
piter und die Venus als Morgen- oder
Abendstern zu Zeiten in besonderem
Glanze.
Himmelsgegenden sind die den Cardi
nalpunkten (s. d.), dem Ost-, West-, Siid-
und Nordpunkte am Horizont nahe ge
legenen Punkte und werden desgleichen
mit denselben Namen Osten, Westen,
Süden und Norden bezeichnet. Diese
Punkte werden allein durch die Drehung
der Erde um ihre Axe bestimmt, und für
jeden Ort der Erde ist der Punkt in dem
Horizont des Meridians, in welchem die
Sonne culminirt, der Südpunkt, der
ihm diametral gegenüberliegende der
Nordpunkt, der dem Südpunkt links
rechtwinklig liegende Punkt der Ost
punkt und der diesem diametral gegen
überliegende, also rechts rechtwinklig vom
Südpunkt liegende Punkt der West-
punkt.
Für alle Orte der Erde befinden sich
sämmtliche Ost- und Westpunkte in der
bis ins Unendliche erweitert zu denken
den Erdaequatorebene. Die Süd- und
Nordpunkte jedes Orts liegen in dessen
Meridianebene.
Der Nordpol und der Südpol der Erde
haben keine Himmelsgegenden, jeder
Punkt des Horizonts daselbst hat weder
Sonnenaufgang noch Sonnenuntergang
noch Culmination.
Ebenso hat der gestirnte Himmel keine
Himmelsgegenden, weil sich dieselben
nur auf die Erde beziehen.
Himmelskörper ist jedes Gestirn.
Himmelskreise sind die Eintheilungs-
kreise der Himmelskugel.
Himmelskugel, die scheinbare hohle
Kugeloberfläche des gestirnten Himmels.
Um die scheinbare Bewegung der Sterne
verfolgen zu können und Bewegungsge
setze abzuleiten, hat man schon im grau
esten Alterthum die Himmelskugel durch
Linien und Kreise, den sichtbaren Be
wegungen der Gestirne entsprechend, ein-
getheilt.
Fig. 703.
Zwei Punkte am Himmel, P und p
scheinen für ewige Zeiten still zu stehen,
und wenn man P mit p durch eine ge
rade Linie verbindet, so scheinen sämmt
liche Gestirne um diese gerade Linie Pp,
welche mitten durch die Erde geht, in
parallelen und lothrecht auf Pp befind
lichen Kreisen sich herumzudrehen. Aus
diesem Grunde nennt man die Linie
Pp die Weltaxe, Himmelsaxe und
deren Endpunkte P, p die Pole, Welt-
pole, Himmels pole.
Die auf Pp normalen Kreise wie Qq,
Nn, die mit einander parallel um Pp sich
bewegen, heifsen Parallelkreise und
da deren vollständige Umdrehung inner
halb 24 Stunden erfolgt, Tagekreise.
Von diesen Kreisen heifst der gröfste
durch den Mittelpunkt C des Himmels
(und der Erde) liegende Kreis Qq der
Aequator (s. d.) der Welt- oder Him
melsaequator.