Prisma. 311 Prisma.
sind ihre Höhen A, a und man hat eben
falls P : p = A : a.
Bei den Pp. p' und p kann man die
Seitenflächen, deren Nebenseiten a und
h sind, als Grundflächen betrachten, dann
sind diese gleich und B und b sind die
zugehörigen Höhen, folglich ist auch
p': p = B : b.
Setzt man die drei Proportionen durch
Multiplication zusammen, so erhält man
Fig 014.
Grundflächen, II und h die zugehörigen
Höhen. Man zerlege jedes Prisma durch
Diagonalebenen durch die Seitenkanten
in dreiseitige. Die des Prisma P seien
der Reihe nach P, P 2 P 3 .. P n ; die In
halte deren Grundflächen G, G 2 G 3 .. G H ,
Bei dem Prisma p bezeichnen p, p 2 p 3 .. p n
und g, g 2 g 3 dasselbe.
Da nun dreiseitige Prismen sich wie
die Producte aus Grundfläche in Höhe
verhalten, so verhalten sie sich wie ihre
Grundflächen, w r enn ihre Höhen gleich
sind.
PI y : Ppp' = II • A • B : hab
woraus P : p = ABII: abh.
Sind G und g die Inhalte der Grund
flächen der Pp. P und p, so hat man
G : g = AB : ab, folglich P: p = H . G : kg.
8. Ein P. wird von einer durch zwei
gegenüberliegende Seitenkanten gelegten
Ebene in zwei gleich grofse dreiseitige
Prismen zerlegt.
Man schneide das P. mit einer Ebene,
die auf den Seitenkantan desselben nor
mal ist, so ist der Durchschnitt ein Pa
rallelogramm und wird durch die Diago
nalfläche also in zwei congruente Dreiecke
getheilt, welche die normalen Durch
schnitte der beiden dreiseitigen Prismen
sind, worin das P. zerlegt wird. Nun
ist jedes Prisma gleich einem geraden,
dessen Grundfläche der normale Quer
schnitt des ersten ist und dessen Seiten
kanten dieselben sind, folglich sind hier
die dreiseitigen Prismen so grofs als zwei
congruente dreiseitige Prismen, folglich
sind sie auch unter sich einander gleich.
0. Zwei dreiseitige Prismen verhalten
sich also wie die Pp., von denen sie die
Hälften sind, folglich wie die Producte
aus ihren Höhen in die doppelten Inhalte
der Grundflächen, also auch wie die Pro
ducte aus Grundfläche und Höhe.
10. Zwei Prismen verhalten sich im
Allgemeinen wie die Producte aus den
Inhalten ihrer Grundflächen in ihre Höhen.
Denn es bezeichnen P und p die bei
den Prismen, G und g die Inhalte ihrer
Also
P,:P 1 -.P 3 :...P u = G,:G 2 :G i :...G
daher
P l ’:P l +P 2 + ...P ll = G,’:G l + G 2 +...G il
eben so folgt
P, •• P, +P i + • • • P., = 9, ■ 9, + 9 2 + • • • Ön
Aber P, + P 2 + ... P n ~ P
P, + Pi + • • = p
G, + G 2 + .. G n - G
9, + + ••»« = 0
Also hat man auch
P,: P= G, : G
P, ’P = 9, ■ 9
Nun verhält sich
P, ■■ P, = G,H : g, h
Es ist aber auch, wenn man die Hin
terglieder der letzten Proportion mit h
multiplicirt,
P,-P = 9, h ■ 9 h
woraus P: P,= GH : G, II
hieraus P: p = GH : G, //
11. Der Inhalt eines Prisma ist das
Product aus den Zahlen, welche den In
halt der Grundfläche nach dem Quadrat,
dessen Seite die Längeneinheit und die
Höhe nach der Längeneinheit selbst be
stimmen.
Denn sind P und p zwei Prismen, die
Inhalte ihrer Grundflächen G und g ihre
Höhen mit der Längeneinheit gemessen
II und h, so hat man nach dem vorigen
Satz P :p = GH : gh. Ist nun p ein Wür
fel, dessen Kante jede =1, so ist g = 1,
h = 1, also auch gh = 1.
Bezeichnet man nun diesen Würfel mit
k, so hat man
P : k = GH : 1
mithin ist P = GH • k
folglich ist G • H die Zahl, welche angibt,
welches Vielfache der Raum des Prisma
P von dem Körperraum des Würfels k
ist, folglich ist GH der Inhalt des Prisma.
Aehnliche Prismen siehe Bd. I., pag. 31.