Full text: Geometrie der Ebene (1. Band)

Vorrede. 
Als Clebsch vor nunmehr drei Jahren, auf der Höhe seiner 
Wirksamkeit, durch einen plötzlichen Tod dahingerafft wurde, entstand 
im Kreise seiner Freunde und Schüler alsbald der Plan, eine Heraus 
gabe wenigstens seiner geometrischen Vorlesungen zu veranstalten. 
Waren sie doch das hauptsächliche Mittel gewesen, durch welches er 
einen immer wachsenden Kreis von Zuhörern um sich gesammelt hatte. 
Aber die Aufgabe erwies sich grösser und umfassender, als man 
zu Anfang hatte glauben können. Die Vorlesungen Clebsch's ent 
halten in der Form, in welcher sie in verschiedenen nachgeschrie 
benen Heften vorliegen, nicht eigentlich Abgeschlossenes; Clebsch 
hatte wechselnd bald diesen, bald jenen Gegenstand berührt, ohne 
systematische Vollständigkeit anzustreben. Bei einem Werke, das 
zugleich ein Lehrbuch sein sollte, musste der Stoff nach einheitlichen 
Principien durchgearbeitet, es musste manche Lücke ergänzt werden; 
es konnte endlich nur in Clebsch’s eigenem Sinne liegen, wenn 
der Versuch gemacht wurde, die Darstellung bis zu dem neuesten, 
von der Wissenschaft in den letzten Jahren gewonnenen Standpunkte 
durchzuführen. 
Man wird Herrn Dr. Linde mann hohen Dank wissen, dass er 
diese umfangreiche und schwierige Aufgabe mit ebensoviel Hingebung 
als Verständniss in Angriff genommen hat. Es ist das Werk dadurch, 
zumal in den späteren Partieen, namentlich auch sein eigen gewor 
den; verschiedene Abschnitte mussten von ihm, auf Grund der Original 
arbeiten, überhaupt erst entworfen werden. Aber der Name Clebsch 
durfte voranstehen — nicht bloss, weil Clebsch die Veranlassung 
zum Entstehen des Buches abgegeben, und weil die Umgränzung des
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.