Full text: Rudera - Soccus (14. Band)

  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
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Allgemeinſtörungen beſtehen. Behandlung: Aus- 
fegen oder wenigſtens Herabjegen der Schlempefüt- 
terung von 801 pro Tag auf 20—401 und entſpre- 
chende Zugabe von Heu und Kraftfutter, ferner ört: 
liche Behandlung des Ausſchlags. Da die S. nach 
Verfütterung von Getreide! empe und von Ge- 
miſchen von Getreide- mit Kartoffelſhlempe nicht 
eintritt, empfiehlt ſih als Vorbeugemittel gegen die 
S. au) das Sabe der Kartoffeln mit Mais 
oder einer andern Getreideart. — Vgl. Johne, liber 
die Urſachen der Mauke oder ©. (Dresd. 1878). 
Schlenge, joviel wie Bubne (j. d.). 
Schlenferbohren, eine vorteilhafte, beſonders 
bei den ital. Öejteinsarbeitern beliebte Methode des 
Handbohrens, wobei mit einem Ihweren Fäuſtel 
auf ven aufwärts gerichteten Bohrer geſchlagen wird. 
Schlenther, Baul, Schriftiteller, |. Bd. 17. 
Schleppameifen, i. \. Bilzgärten (Bd. 17). 
Schleppbahnen, Bahnen für nichtöffentlichen 
Verkehr in Öfterreich-Ungarn. 
Schlepper, SQleppdampfer, Bugſier- 
boot, Remorqueur, ein Dampfſchiff mit beſon- 
ders ſtarker Maſchine, das die Beſtimmung hat, 
andere (beſonders Segel- )Schiffe gegen den Strom, 
oder bei Windſtille, oder wenn ſie Haverei erlitten 
haben, in den Hafen zu ſchleppen. Die dabei be: 
nußten Schlepp- oder Bugſiertaue werden zur 
beſſern Haltbarkeit gegenwärtig faſt ſämtlich aus 
Eiſen- oder Stahldraht gefertigt. 
Schleppe, i in der Jägerſprache, \ 
Schlepper, ein Bergmann (}. A 
Schlepper, Wintelmakler, j. Makler 
Schleppfoppel, | . Seitengewehr, 
Schleppnek Zugnes, jedes Neb, das ſo 
auf dem Grunde des Waſſers gezogen wird, daß der 
untere Rand ſeiner Öffnung hart über dem Boden 
hingeht oder, wenn dieſer weich iſt, in denſelben ein- 
greift. Es dient alſo zum Fange von unmittelbar 
am Boden lebenden Tieren. Von den verſchiedenen 
Arten des S. findet die Wade (\. Nebfiſcherei und 
Tafel: Negfiicherei II, Fig. 2), beſonders in um: 
mittelbarer Nähe des Uſers L V verwendung und hat 
bisweilen ſo rieſenhaſte Dimenſionen, daß große 
Buchten des Meers damit eingeich (offen werden 
können, und daß beim Betriebe Dampf: oder Pferde- 
kraft zu Hilfe genommen werden muß. Das größte, 
bei der Hochſeefif cherei angewendete S. iſt die Kurre 
(1. d.), die in zwei Formen, als Baumſ\<hleppneß 
(\. d.) und als Scherbretterneß (j. d., Bd. 17), 
Verwendung findet. S. im engern Sinne (Dredge) 
heißt das bei wiſſenſchaftlich en Meeresunterſuchun- 
gen, namentlich Tiefſ ſeeforſhungen gebräuchliche Ne 
(1. Zafel: Tiefjeeforihung, Fig. 5), welches zum 
Heraufholen E Proben des Meeresbodens mit 
ſeinen Bewhnern dient. Es beſteht aus einem 
dreiedigen oder länglich re<te>igen Metallrahmen, 
deſſen lange Seiten breite, ſchneidende Kanten haben, 
die in den Meeresgrund eingreifen. Der in dem 
Rahmen befeſtigte Nebbeutel beſteht meiſtens aus 
einem jehr engmajchigen Nebzeuge, das zum Schuße 
außen von einem weitmaſchigen Neß umgeben iſt. 
An den Enden des Neßes find gewöhnlich Quaſten 
aus Hanf befeſtigt, an die ſich kleinere, am Grunde 
lebende Seetiere anflammern. >. muß für 
. Geſchlepp. 
Das ©. 
größere : Tiefen Kay beſchwert ſein; ſein Auswerfen 
und Einholen iſt ſehr beſchwerlich und muß mit Hilfe 
einer ein. aus e vt werden. 
Schleppſchacht, fallender ( 
| Aus\chhluß des ı 
  
| Elſter im W. 
| ein nordöftl. Bergſyſtem 
Stollen, ein in | 
Ichräger Kichtung (mit Gefäll e) geführterMinengang. | landes 
    
   
   
   
   
   
    
   
   
    
  
  
   
   
  
    
  
   
   
   
   
  
    
   
  
   
   
  
   
   
   
   
   
   
  
  
   
  
   
  
  
   
  
  
    
  
   
  
  
   
  
  
   
   
   
   
  
   
   
  
   
  
  
    
   
  
  
   
     
Schlenge — Schleſien (Preußiſch-) 
Schleppſchiffahrt, der von Schleppern (f. d.) 
ausgeführte Betrieb; in Flüſſen und Kanälen be- 
ſteht jeßt faſt nur noch Kettenſchleppſchiffahrt (\. d.), 
während die ©. auf See, vor Hafeneingängen und 
in den Flußmündungen dur<h Schraubendampfer 
ausgeführt wird. Jn den großen Seehäfen beitehen 
Needereien, die fich lediglich mit der S. befaſſen. Der 
gewerbsmäßige Betrieb der S. macht nah D a 
Hanvel3gejeßb. $. 1, Nr. 5 zum Kaufmann (i. d.), 
Schleppfeil, |. Seilebenen. 
Schlepptau, |. Schlepper. 
Schleppung, im Bergbau, |. Scharen. 
Schleppiuagen, Artilleriefahrzeuge zum Fort: 
bewegen ſ{<werſter Laſten, beſonders von Geſchüy 
rohren (bis 6000 kg) auf kurze Entfernungen. 
Schleppweichen, f. Eiſenbahnbau. 
BDISDUOEHOFRSIERDENE, Skhleppzieb: 
bank, S. Draht. 
Schlern, Bergſtock in den Südtiroler Dolomit: 
alpen (}. Oſtalpen D, 16), der im Alt-( Schlern oder 
Peb (2561 m) fulminiert; andere Gipfel ſind der 
Jung-Schlern (2386 m) und der Burgſtall (2310 m). 
Der Berg, auf deſſen Plateau ſih das Schl lernhaus 
(2460 m) des Alpenvereins befindet, wird am beſten 
von Bad Rages aus beſtiegen und bietet eine wunder- 
volle Ausſicht. — Vgl. Jul. von Siegl, Panorama 
Do ©. (Wien 1887); Simon, Karte de3 ©. und der 
RT (ki 25000, Münch. 1899). 
<leſien, ein ehemals zur Krone Böhmen ge: 
LS Herzogtum, wird geographiſch in Dber- E 
Niederſchleſien , politiſh aber in Preußiſh-S 
ſien und Öſterreichiſ ch: Spfeften geteilt, 
L. Preußiſh-Schleſien, Provinz im preuß. Staate, 
umfaßt das Gebiet des preuß. Herzogtums S., mit 
1815 dem Reg. Y Frankfurt ein- 
verleibten Kreiſes Schwiebus, dagegen mit Ein- 
\{luß der Grafſchaſt Glaz, einiger böhm. Enklaven, 
VE E an Sachſen an Preuß ben gekommenen 
Anteils Oberlauſit und eines kleinen Teils des 
ehemals u Kreis fen gehörigen Gebietes der 
Neumark, beſtehend aus der Stadt Rothenburg a. © 
und einigen Dörfern. Die Provinz grenzt im N. 
an die preuß. Provinzen Brandenburg und Poſen, 
im O O. an Poſ ſen, Ruſſiſh-Polen und Galizien, im 
. an Öſterreichiſh-Schleſien, Mähren und Böh- 
men, im W. an Böhmen und Sachſen (Königreich 
und ‘Provinz) und hat einen Flächenraum von 
40319,19 gkm. (Hierzu Karte: Schleſien.) Als 
S. an Preußen kam, unterſchied man: 1) Nieder: 
\<leſien oder die ‘ſog. neun alten Fürſtentümer 
Ra Sagan, Sauer, Liegnis, Wohlau, Schweid- 
nis, Breslau, Öls und Brieg nebſt den Standesherr- 
ſchaften ‘ Trachenberg, Beuthen, Carolath, Warten 
berg, Militſch und Gojchüß; 9) Oberſ \<leſien oder 
die Fürſtentümer Münſterberg, Neiſſe, Oppeln, Ra- 
tou und Teile der Fürſtentümer Bieliß, Teſchen, 
Troppau Und Jägerndorf, ſowie die Standesherr- 
ihaften Pleß und Beuthen (ungefähr der jeßige Reg.- 
Bez. Oppeln); 3) die Grafſchaft Gla (\. d.) 
Oberflächengeſtaltung. Die Provinz beſteht aus 
Bergland und Flachland. Das Bergland umfaßt 
die Kleinere Hälfte und wird ‘durch eine mo ; Thal: 
jenfung, das ichlef, Längenthal, welches die Pro- 
vinz in der ehr Länge von dem Urf ſprung der 
Malapane im D. bis zum Austritt der ne 
durch; iebt, in ein jüdmeltl. und 
geſchieden. Die nördl. 
des ſüdweſtlichen, ſog. Schleſiſhen Berg- 
bezeichnet etwa die Linie, welche Niesky 
Grenze 
  
	        
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