t einem Gemenge
Sandes, das man
indem Erwürmen
rsetzbarkeit durch
itt:
des Porcellanrohr
wickelt sich Sili-
es Gewicht ist
lechenden Ge-
juspapier. An
iner Mischung
itet es sich zu
geschmolzenen
t aber in den
on Schnee und
flüssiges Stick-
setzt das Gas
ne blaue, dem
ng von Kiesel-
fluorid unem-
u Fluorkalium
igt glühendes
jumtetrafluorid
entstandene ist
iumtetrafluorid
hliche Mengen
noch Alkalien
erig und unter
nwirkung (93).
:alcium, chlor-
uorsilicium im
n Druck. Bei
ldet eine stark
Silicium, 747
Siliciumfluorwasserstoff, Kieselfluorwasserstoffsáure, H,Si Fl,.
Darstellung. 1. Man leitet Siliciumtetrafluorid (s. o.) direkt aus dem Entwicklungs-
kolben in Wasser mit der Vorsicht, dass das Gas erst eine ungefáhr einen Zoll hohe Quecksilber-
Schicht passirt. Bei der Berührung mit dem Wasser überzieht sich jede Gasblase mit einer
Hülle von Kieselsáuregallerte, welch' letztere oft róhrenfórmig anwáchst und unzersetztes Gas hin-
durchlásst. Um dies zu vermeiden, rührt man häufig die Flüssigkeit um, bis letztere allzu dick
geworden ist. In diesem Falle bringt man das Ganze auf ein Colirtuch, presst die Flüssigkeit
von der Kieselsüuregallerte gut ab und leitet in erstere von neuem Siliciumfluorid. Durch
wiederholtes Einleiten und Trennen erhalt man zuletzt eine concentrirte Lósung von Kiesel-
fluorwasserstoffsäure.
2. Anstatt in einen Entwicklungskolben bringt man das oben erwähnte Gemenge zur Be-
reitung von Siliciumtetrafluorid in eine Retorte und schliesst an diese eine grosse Vorlage, die
man mit Wasser beschickt, an. Beim Berühren des Gases mit demselben entsteht auf der Ober-
fläche des Wassers eine Haut von Kieselsäuregallerte, die den weiteren Zutritt des Gases hindert
Man muss daher die Vorlage oft bewegen.
Beide Darstellungsweisen beruhen auf folgendem chemischen Vorgang.
1 Mol. Fluorsilicium wird unter Bildung von Kieselsáure und Fluorwasserstoff
zersetzt (vergl. Siliciumtetrachlorid)
SiFl, + 3H,0 = H,810, + 4HFL
Der Fluorwasserstoff vereinigt sich dann mit unzersetztem Fluorsilicium zu
Kieselfluorwasserstoffsáure:
2SiFl, + 4HF1 = 2H,SiFl,.
3. Man trägt Kieselsäure in Flusssäure von mässiger Concentration ein. Das sich durch
Wechselzersetzung aus diesen beiden Componenten bildende Siliciumtetrafluorid verbindet sich
mit Flusssäure zu Kieselfluorwasserstoffsäure.
Anstatt des oben angeführten Gemenges empfehlen sich auch 1 Thl. Schwefelsäure, 1-25
bis 1:57 Glas und das 6 bis 9fache des Flussspats. Der Flussspath kann durch Kryolit ersetzt
werden. Vortheilhaft ist auch ein Gemenge von 1 Thl. Lepidolith, 1 Thl. Flussspath, 34 Thle.
Vitriolól (95).
Um Kieselfluorwasserstoffsáure im Grossen darzustellen, hat 'TEssie pu MoTHAY
(96) vorgeschlagen, ein Gemenge von Flussspath, Kieselsáure und Kohle in einem
Schachtofen zu schmelzen und die Gichtgase durch Condensatoren zu leiten, die
mit Wasser gefüllt sind. Die Ausbeute an Sáure nach diesem Verfahren ent-
spricht 682 des im Flussspath enthaltenen Fluors.
Die nach einer der oben beschriebenen Methoden erhaltene Lósung von
Kieselflusssäure ist eine saure, wie Salzsáure riechende, die Haut reizende Flüssig-
keit. Sie lüsst sich in der Platinschale bis zu einem gewissen Grade der Con-
centration einengen, über diesen hinaus zerfállt sie in Fluorsilicium und Fluss-
sáure und verdampft ohne Rückstand. Sie lässt sich in Glasgefässen aufbe-
wahren, entzieht denselben aber bei längerem Stehen etwas Alkali, Kalk, Eisen-
oxyd (97), welch letztere durch Weingeist als Kieselfluormetalle gefällt werden.
Concentrirte Schwefelsäure sowie Salzsäuregas wirken wasserentziehend und
Fluorsiliciumbildend (Davy).
Borsáure wird zu Fluorborsáure, wobei sich Kieselsáure abscheidet.
Die Kieselfluorwasserstoffsáure bildet ein Hydrat von der Formel H,Si Fl,
+ 2H,0. Letzteres entsteht, wenn man Kieselfluorwasserstoffsáure in genügend
concentrirte Flusssüure leitet. Das Gas wird absorbirt, ohne dass sich Kiesel-
sáure absetzt, und sobald die Lósung gesáttigt ist, scheiden sich Krystalle ab. Die-
selben sind hart, farblos, sehr hygroskopisch. An feuchter Luft zerfliessen sie
unter Ausstossung dicker Nebel. Ihr Schmelzpunkt liegt bei 19°, höher erhitzt
zersetzen sie sich (98).