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44 Lichtstreuende Mittel.
Bei allseitig gleicher Lichtstrahlung wäre die auf die Halbkugel' entfallende 2
Lichtmenge = .2ur® —2n.J ; setzt man dieses dem obigen Ausdruck gleich, a
so erhält man die gesuchte mittlere hemisphärische Lichtstärke aus der Gleichung a) drei
zu), die. Laı
Im — | Jp 08 p- dp. reflektc
a 2 : konisch
Um nun J„ in rue und bequemer Weise zu erfahren, schreibt man das 3
Integral in der Form | Jgd(rsing) und konstruiert dann die Kurve Jp—=% (rsin p), hängt
indem man für jede Abseisse r- sin g die zugehörige photometrisch bestimmte ni en
Intensität Jy als Ordinate einträgt, die so erhaltene Fläche planimetriert und den Sillen
dabei erhaltenen Zahlenwert durch r dividiert. Die eben erwähnte Fläche gibt data
den Wert des Integrales zwischen O0 und 5) dies genügt aber, wenn die Licht- schalen
verteilung in der Vertikalebene auf beiden Seiten der Elektrodenachse gleich ist. 4)
[Lit.Verz. 122)—124).] leuch
Aus dem Gesagten ergibt sich, daß die Beleuchtung einer Fläche mit Bogen- bis a
licht außerordentlich ungleichmäßig sein muß: unmittelbar unter der Lampe einen fi
Schatten, dann nach außen zu rascher Anstieg der Helligkeit bis zu einem Höchst- 5)
wert und darauf sehr schnelles Sinken derselben. Soll also der Lichtbogen Be- 57065)
leuchtungszwecken dienstbar gemacht werden, so muß dieser Übelstand beseitigt Weiß «
und eine Anordnung gefunden werden, welche eine gleichmäßigere Verteilung der Bogen
gesamten Lichtmenge ermöglicht. Dies läßt sich nun auf sehr verschiedene Weise an,
erreichen; schon bei den älteren Lampen verwendete man ein Mittel zu diesem 6)
Zweck in Gestalt der Milchglasglocken, die nichts anderes bezwecken als unter leuchtu
der Lampe, d. h. auf der Tischfläche, die Beleuchtung gleichmäßiger zu machen Glasabc
und sie außerdem durch Zurückwerfung nach aufwärts gehender Strahlen zu ver- %
stärken, ein gleiches Verfahren wäre demnach auch beim Bogenlicht denkbar. der Jas
Vergegenwärtigen wir uns aber wieder die eigenartige Lichtausstrahlung des der Laı
Bogens, so sehen wir ein, daß dieser Weg nicht zum Ziele führen würde, da eine 8)
oben angeordnete Glocke oder ein Schirm gar nicht von der Hauptlichtmenge ge- Lampe
troffen würde; es bleibt also, wenn wir dieses Verfahren doch beibehalten wollen, s 9)
nichts übrig als die nach unten gerichtete Strahlung durch Reflexion auf den _ auf
oberen Schirm zu lenken. Dabei kann man nun entweder durch undurchsichtige trichter
Spiegel oder dergl. die gesamte Lichtmenge oder bei Anwendung durchscheinender geschob
Gläser einen Teil nach oben werfen; ein anderer Weg ist, diese Umlenkung durch Decke ı
Brechung in einem Prismenring zu bewirken. Endlich kann man auch, da ja doch .
wenig Licht nach oben ausstrahlt, auf den oberen Schirm ganz verzichten und nur nn Ar
eine durchscheinende Glasglocke anwenden, welche zwar eine beträchtliche Licht- an
a : ; ; ns : ; I besonde
schwächung, aber auch eine weit gleichmäßigere Lichtverteilung bewirkt; um ee
erstere zu verringern und letztere zu verbessern hat man dann sog. Holophanglas Ss.
angewendet, d. h. Klarglas, welches außen mit kleinen Prismen dicht besetzt ist BekieR :
und so durch Brechung eine bessere Lichtverteilung bewirkt. Im Nachstehenden ; m
sollen einige der sehr zahlreichen und mannigfaltigen Anordnungen zur Erzielung x en
gleichmäßiger Beleuchtung als Beispiele kurz besprochen werden. Ki.
1) Jaspar, 1881. — Derselbe wandte teils eine kleine, nur den Lichtbogen für dh
und die Kohlenenden umschließende Glocke an, teils ließ er das Licht der um- ih
gekehrten, d. h. Werk und positive Elektrode unten habenden Lampe gegen einen dnbkelet
über ihr befindlichen weißen Reflektor fallen, der es diffus reflektierte.
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