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zum siebenzigst u. siebensiebenzigff. §. 87
Indessen ist so viel unstreitig, daß man eher
seitwärts als auf oder unterwärts bemeldte Win
kel bis auf 4s. Grade ausdehnet) soll. Denn er-
scheinen aufrechtstehende Gegenstättde in solcher
Grösse, daß fie 45. Grade über und unter dem
Horizonte einnehmen, so stnd sie dem Auge sehr
nahe, und bedecken eben daher destomehr von dem
was sich sonst noch zeichnen liesse, wenn entwe
der diese Gegenstände weggelassen oder ein ent-
feruterer Gesichtspunct genommen würde. Hin
gegen läßt sich das Gemählde der Länge nach füg-
licher ausdehnen, wenn in der That der vierte
Theil des Horizonts auf denselben erscheinen soll.
Und dieses ist, wenn man Aussichten zu zeichnen
hat, nicht selten. Und dazu dienen solche Tafeln
die langer als hoch sind sehr gut; da hingegen
Tafeln, so höher als breit stnd ihre besondere Ge
genstände erfordern. Diese müssen nämlich, so
weit man sie zeichnen will, an sich schon sich
mehr in die Höhe als in die Breite ziehen, und von
allem was sich noch zu beyden Selten zeichnen
liesse, unabhängig seyn, wiewohl hierinn oft
viel von der blossen Willkür des Malers abhängt.
So z. Ex. kann derselbe Christum am Crentze
ganz allein abmahlen, und dabey eine Tafel neh
men die höher als breit ist. Schränkt er sich
dabey ein, so kann man mit Recht fordern, daß
er auf das Bild des sterbenden Gottmenschen alle
seine Geschicklichkeit verwende. Man sieht aber
leicht, daß ihn nichts hindern würde seine Ta-
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