222 Absolute Entropie
nach (465) 7" sich auf die Nullpunktsenergie des Kondensats
reduziert, die Differenz a, — E die Verdampfungswärme à, eines
Atoms beim Nullpunkt der Temperatur darstellt, während das
Glied mit V' gegen das mit V ganz zu vernachlässigen ist, so
erhalten wir:
ek T f Ve : A
k log | uu 0 zmk T) | vmm
oder, wenn wir nun p, den Druck des gesättigten Dampfes, als
Funktion der Temperatur 7 darstellen:
Ao ; 27 mV QUE
(476) lgp —— py t esl o) em
Auf gr. Atome bezogen haben wir für die Masse eines Atoms
nach (207):
(477) M = y
k
und fiir die Verdampfungswärme in Kalorien nach (210):
A
(418) : T PM T
folglich in dekadischen Logarithmen, wenn der Druck in At-
mospháren gemessen, also 1013250 p statt p gesetzt wird:
(7 30 A a 8 Moni m
(479) logp = — loge + 7 1087 + log M + log KC mel
Die Ausrechnung ergibt mit den Werten von 4 in (210), R in
(206), k und % in (389):
10 8 | 10 10
(480) log p — — 0,219. m + 2,5-log T+ 1,51og M — 1,59.
Diese Formel stimmt mit den Messungsergebnissen für den Druck
des gesáttigten Dampfes von Quecksilber, Argon, Wasserstoff
überein! und bildet dadurch eine der merkwürdigsten Bestäti-
gungen der auf einem ganz entlegenem Gebiete entsprungenen
Quantentheorie. Bei ihrer Anwendung ist zu beachten, daB der
Zahlenwert der additiven Konstanten rechts von den Rinheiten
für Druck, Temperatur und Atomgewicht abhängt.
! W. Nernst, Die theoretischen und experimentellen Grundlagen des
neuen Wiirmesatzes. Halle a. S. 1918, S. 159.