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Anhang zum Filtriren und Waschen. 25
Nach vorherigem Anfeuchten des Tuches giesst man die Flüssigkeit
mit Niederschlag auf dasselbe; das erste Filtrat läuft gewöhnlich
etwas trübe ab, man giesst es daher auf das Colatorium Zurück, so-
bald sich die Poren hinreichend verstopft haben und die ablaufende
Flüssigkeit vollkommen klar geworden ist. Das Colatorium darf
nicht ganz straff gespannt sein, sondern muss nach dem Anfeuchten
eine Vertiefung bilden; in den Ecken des Tenakel sind meistens vier
Nägel angebracht, auf welche das Tuch gesteckt wird.
Wenn es irgend angeht, ist es zweckmässig, dem Coliren das
Decantiren vorausgehen zu lassen. Den letzten Rest Flüssigkeit ent-
fernt man vom Colirtuch, indem man dasselbe auf dem Tenakel
zunächst zusammenfaltet, dann abnimmt, die beiden Enden zusammen-
dreht und mit immer grösserer Kraft den Inhalt so trocken wie
möglich presst.
An Stelle des Colirtuches verwendet man auch häufig Spitz-
beutel aus Leinen, Flanell oder Filz.
Anhang zum Filtriren und Waschen.
Luftpumpen und Gebläse.
Im Laboratorium werden im allgemeinen Kolben- und Queck-
silberluftpumpen seltener als die handlicheren von der Wasserleitung
getriebenen Apparate benutzt.
Sehr vielseitiger Anwendung zum Filtriren, Saugen, Ab-
dampfen und Destilliren fähig ist die Bunsen’sche Wasserluft-
pumpe, die Arendt! folgendermassen beschreibt: Mit dem Hahn
W der Wasserleitung (s. Fig. 13) ist durch ein starkwandiges Kaut-
schukrohr der Glaskörper b verbunden, welcher aus einer inneren
engeren und einer weiteren äusseren Glasröhre besteht. Letztere
ist oben durch Anschmelzen mit der inneren verbunden und trägt
seitlich ein kurzes Rohrstück, durch welches das Wasser eintritt.
Das engere Rohr ist unten zu einer offenen Spitze ausgezogen,
welche in das Abflussende des weiteren Rohres ein wenig hineinragt.
Dieses steht durch einen Kautschukschlauch mit einem langen Blei-
rohr in Verbindung, welches das Wasser abfliessen lässt. Das
tohr 6 ist nach oben in eine gekrümmte Röhre A verlängert, welche
mit einem Quecksilbermanometer M und mit dem Glaskörper g in
Verbindung steht. Dieser endlich führt durch @ auf möglichst
kurzem Wege zu dem Hahn U, welcher mit dem zu evacuirenden
Gefässe verbunden wird. Ueber das Rohr g ist unten ein kurzes
Stück starkwandiger Kautschukschlauch geschoben, welcher durch
einen Glasstöpsel verschlossen ist. Wird der Wasserhahn geöffnet,
! Technik; die Figur ebendaher.