Full text: Technischer Führer durch die Reproduktions-Verfahren und deren Bezeichnungen

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Kalksinterplattendruck. 
3 proz. Salpetersäure geätzt, sodann mit einem dicken Brei von 
frisch gelöschtem Kalk bestrichen, getrocknet, abgebürstet, mit 
konzentrierter Alaunlósung überstrichen, mit reinem' Wasser abge- 
waschen und getrocknet. Als Átze nach dem Umdruck dient: 
100 Teile Gummilósung, 150 Teile Wasser und 20 Teile Salpeter- 
siure; nach jedesmaligem Atzen wird die Platte mit 100 Teilen 
Gummi und ro Teilen Phosphorsáure überwischt und getrocknet. 
Für Korrekturen wird die Platte mit einer Lósung von 20 g Alaun 
in 2000 ccm Wasser und 5 g Essigsiure behandelt. Nach dem 
D.R.P. Nr. 44919 ab 1887 von Carl Salcher in Harland, Nieder- 
Österreich. — Pat.-Beschreib. in 710, 1890 8. 35, 354; G1, 1889 
S. 48. — 5) Auf Metall (auch Zylinder) wird folgende Masse auf- 
getragen: ro Teile salzsaure Magnesia und eine Mischung von 
IOO Teilen flüssigem  Wasserglas, 10 Teilen Wasser, rio Teilen 
Glyzerin; diese Mischung wird mit einer zweiten, bestehend aus 
I5 Teilen ungelóschtem Kalk, 1:5 Teilen kohlensaurem Kalk, 
15 Teilen kohlensaurer Magnesia, 5 Teilen Braunstein, 3 Teilen 
Erdfarbe, 2 Teilen Oxalsáure und 1 Teil gelóschtem Kalk zu 
einem Brei gerieben, in dünner Schicht aufgetragen, während 
30 Stunden bei 50 bis 56? C getrocknet, dann geschliffen, poliert 
oder gekórnt. Nach dem D.R.P. Nr. 46710 ab r9. Febr. 1888, 
Österr. Pat. vom 16. Mai 1889 von Theodor Reiner in Leipzig. 
Beschreib. in 87, 1889 S. 209; 128, 1889 S. 270; 1891 S. 164. 
— 6) Auf die gekórnte Zinkplatte wird mit einem Schwamm oder 
Pinsel folgende Lósung aufgetragen: Brechweinstein (Kaliumantimon- 
tartrat) wird so lange mit Átzkali- oder Natronlauge versetzt, bis 
der entstandene weiße Niederschlag wieder aufgelöst und die 
Flüssigkeit klar geworden ist, und dann mit Wasser verdünnt. Nach 
dem Trocknen wird mit Wasser abgewaschen und getrocknet. 
Solche Platten sollen auch für Gravur geeignet sein. Nach dem 
D.R.P. Nr. 61710 ab 6. Juli 1890 von Oskar Kindermann in 
Krippen bei Schandau a. E. Pat.-Beschreib. in 2, 1892 Nr. 18 
9. 374; 110, 1893 S. 524; vgl. auch 131, 1897 S. 108; 110, 1898 
S. 477. — 7) Metallplatten werden zuerst mit dem Sandgebläse 
gekórnt, dann mit einer Lósung von 34 g Albumin, 17 g. Natron- 
wasserglas und 400 g Wasser gleichmäßig überzogen, im erwärmten 
Raume getrocknet und dann in ein Bad von 1 Liter Kalkwasser 
und 3 bis 4 g Schwefelsáure auf 2 bis 3 Minuten gebracht, nachdem 
vorher die Rückseite mit Asphaltlack dünn bestrichen wurde, 
wodurch eine weiße Schicht sich bildet, welche für Flachdruck ge- 
eignet ist. Nach dem D.R.P. Nr. 76453 ab 1894 von Hugo Bittner 
in Brüssel. Pat.-Beschreib. in 770, 1895 S. 533; 88, 1894 S. 520:
	        
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