Full text: Technischer Führer durch die Reproduktions-Verfahren und deren Bezeichnungen

1899 
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Kallitypie — Kartographischer Druck. 
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Umdruck verwendet werden. Vgl. G. Fritz in Wien (135, 1899 
S. 599; 110, 1900 S. 9), F. Hesse 45, 1906. Vgl C. Kampmann 
(2, 1901 S. 1564 u. 1612; 81, 1899 S. 289, 305, 338, 353 u. 373). 
IV. Zinkflachdruck, s. d. 
V. Aluminiumdruck, s. d. 
Kallitypie, die Herstellung positiver photographischer Bilder 
unter Anwendung von Ferri- und Silbersalzen usw. — Literatur: 
,Ausführlches Handbuch der Photographie." Von Dr. J. M. Eder. 
Bd. IV, 2. Aufl, S. 204. Verl. v. W. Knapp in Halle a. 8. 
Kaltschmelzverfahren, denselben Zwecken dienend wie das 
Brennátzverfahren (s. d.), jedoch wird ohne Anwendung einer Flamme 
das auf dem mit Farbe aufgetragenen lithographischen Steine auf- 
gestaubte Harzpulver zum Schmelzen gebracht. Franz Kraupa und 
Leopold Moser in Wien breiteten über die mit Kolophoniumpulver 
eingestaubte Zeichnung oder Umdruck ein mit Áther durchfeuchtetes 
Papier und brachten dasselbe durch die Ätherdämpfe zum Schmelzen, 
andere (z. B. J. Leykauf in Wien, 81, 1888 S. 74; 1891 S. 48, 
und 81, 1894 S. 102) erreichen das Schmelzen mittels Ather- 
dämpfen, indem sie nach den Längsseiten des Steines Glanzdeckel- 
streifen oder dünne Holzleisten auflegen, und führen über diese 
Art Schienen ein linealartiges, mit Filz oder dgl. überzogenes und 
mit Äther getränktes Holzstück langsam über die ganze Fläche; 
nach dem Trocknen der Harzschicht wurde kräftig geätzt. — 
2) Der mit Kolophoniumpulver eingestaubte Umdruck wid mit 
einer Mischung von 5 Teilen gewóhnlichem Spiritus und 1 Teil 
möglichst wasserfreiem Glyzerin mittels eines Schwammes gleich- 
mäBig nur nach einer Richtung befeuchtet und nach dem Ver- 
flüchtigen des Spiritus abgewaschen und hochgeätzt. Durch den 
Spiritus hat sich eine Kolophoniumlackschicht gebildet. Nach dem 
D.R.P. Nr. 63751 ab 31. Oktober 1891 von Gottlieb Korber in 
Nürnberg. Pat.-Beschreib. in 2, 1892 S. 822; 110, 1893 S. 513; 
128, 1893 S. 168. Vgl. auch 81, 1903 S. 2, den analogen Vor- 
gang mit einer Mischung von 60 g Glyzerin, 60 g Weingeist, 20 g 
Schwefeläther und 360 g Wasser. 
Kartographischer Druck, der Druck von graphischen Dar- 
stellungen der Erde, einzelner Länder, Pläne usw. Weitaus am 
meisten steht hierbei der Flachdruck (s. d.) in Anwendung, weil 
mit den anderen Druckverfahren entweder die Herstellung der 
Druckformen zu kostspielig, wenn nicht unmöglich (wie bei großen 
Formaten) oder der Druck zu teuer ist, wie beim Tiefdruck (s. d.). 
Über die Technik vgl unter ,Steindruck^ und nachstehende Aus- 
züge. — Über den Kartendruck unter Anwendung des ,, Negativ“- 
Albert, Technischer Führer,
	        
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