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faft moderne Form, die der Stromlinienform fehon ſehr nahe
kam, und dur< eine weitere bedeutſame Neuerung, die darin
beſtand, daß, zum erſten Mal in der Luftſchiffahrt, ein Gasmotor
zur Verwendung gelangte, der in höchſt geiſtvoller Weiſe dadurch
geſpeiſt wurde, daß der Brennftoff für die Vortriebsfchrauben dem
durch gleichzeitiges Aufblafen von LQuftfäden prall gehaltenen
Luftſchiff ſelbſt entnommen wurde. Der ſehr verheißungsvolle
Entwurf, von deſſen Ausführung der „Deutſche Verein zur För-
derung der Luftſchiffahrt“ ſih eine Erfüllung ſeiner hochfliegenden
Pläne verſprah, mußte verlaſſen werden, weil es nicht gelang,
die erforderlichen Geldmittel zu befchaffen.
Die Fruchtloſigkeit der bisherigen Tätigkeit führte dazu, der
Arbeit des Vereins eine andere Richtung zu geben. Es drängte
fi allmählich die Erkenntnis auf, daß man Irrtümer und Miß-
erfolge nur überwinden könne, wenn man ſih zunächſt die Klärung
einer Anzahl von Vorfragen angelegen ſein ließe, über die man
bisher hinweggegangen war. Abgeſehen von einer Reihe un-
gelöfter technifcher Fragen waren es die Geſeze des Luftwider-
ſtandes für Flächen verſchiedener Form und Größe, des Ver-
hältniſſes der Motorleiſtung zum Luftwiderſtand und der
Schraubenwirkung in der Luft, vor allem aber die phyſikaliſchen
Eigenſchaften der freien Atmoſphäre, die der Aufklärung bedurften.
Die Vereinszeitfchrift hat mittelbar auch dazu beigetragen,
die Vereinsarbeit in eine andere Richtung zu drängen, denn
indem ſie die Kenntnis von dem Verein und ſeinen Beſtrebungen
in den Kreiſen der Wiſſenſchaft und der Technik verbreitete, gewann
ſie ihm dort Mitglieder, die neue Gedanken und neue Anregungen
mitbrachten und ſomit dazu mitwirkten, die Tätigkeit des Vereins
von dem damals no< ausſihtsloſen Streben nah dem lenkbaren
Luftſchiff abzuleiten zugunſten erreichbarer Ziele und planmäßigen
Aufbaues der Grundlagen der Luftfahrt.
Bei allem“ Zuwachs aber blieb — niht zum Schaden der
Sache — doch immer der militäriſche Einfluß vorherrſchend, der
jid) damals namentlich in dem unermüdlichen nunmehrigen 2. Vor-
ligenden Hauptmann Buchholtz verkörperte. Die Anregungen,
die er Durch feine gefchichtlichen Vorträge über militäriſche Luftfahrt
gab, wirkten ſo ſtark nach dieſer Seite, daß im zweiten Jahrgange
der Zeitſchrift auch eifrige bürgerliche Mitglieder einſhlägige Auf-
ſäze veröffentlichten, ſo der Bergingenieur Buttenſtedt über
„Drachenballons für Kriegs- und Expeditionszwe>e“, und Profeſſor
Gerla<h „Ueber die Möglichkeit, den Drachen zu Reko-
gnoſgierungen zu benugen“ u. a. m. Auf dieſe Weiſe wurde der
Verein zu einer Stätte der Tätigkeit für militäriſche Luftfahrt.
Nicht ohne Einfluß auf dieſe Entwidlung war die Tatſache, daß
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