Full text: Rezepte und Tabellen für Photographie und Reproduktionstechnik

} Nasses Kollodiumverfahren. 
wäscht und verstärkt nochmals in feuchtem Zustande mit 
dem Kupfer - Silber-Verstärker (s.S. 45). Hierauf erfolgt 
die Überführung des dunklen Rasternegatives in 
ein hellgelbes Jodsilberbild, indem man es mit einer 
Lösung von ı g Jod und 2 g Jodkalium in 100 ccm Wasser 
übergießt. Das Rasterbild tritt dann hell auf dunkler 
Unterlage sehr scharf und deutlich hervor. Den etwa 
vorhandenen schwachen Schleier, oder etwas zu großen 
Umfang der Rasterpunkte beseitigt man durch Übergießen 
mit sehr schwacher Cyankaliumlösung, welche nur 
langsam auflösend auf das Jodsilber wirken darf. Die 
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FÜ MAT 
Schatten klären sich, die Punkte werden kleiner („Redu- 
zieren der Punkte“). Durch lokales Aufgießen oder Auf- 
tropfen der Cyanlösung kann man partiell die Punkte 
mehr abschwächen. Hierauf wäscht man und schwärzt 
durch Übergießen mit einer Lösung von kristallisiertem 
Schwefelnatrium — Natriumsulfid in Wasser (1: 20), welche 
sehr wenig riecht und rasch und gleichmäßig schwärzt, 
Oder: Die wie vorhin mit Kupfer-Silber- Verstärker 
behandelten Rasternegative (s. S. 47) werden mit der 
Cyankalium - Jodlösung (s. S. 46) übergossen, wobei das 
Aufhellen des Schleiers und „Reduzieren“ der Raster- 
punkte erfolgt. Hierauf wird nochmals mit dem Kupfer- 
Silber -Verstärker verstärkt, wonach das Rasternegativ 
fertig ist. Diese Methode ist mitunter bei Kornnegativen 
von Vorteil. 
13. Abziehen von Kollodiumnegativen vom Glase. 
Die zur Negativerzeugung benutzten Glasplatten müssen 
gut gereinigt und in trockenem Zustande mit Federweiß 
(Talkum) abgerieben sein; hierauf kann man mit einer 
dünnen Lösung von Kautschuk in Benzin übergießen,
	        
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