Full text: Handbuch der gesammten Vermessungskunde, die neuesten Erfindungen und Entdeckungen in derselben zugleich enthaltend; oder vollständige Anleitung zur Meßkunst, für Offiziere, Forstbediente, Bergleute und Feldmesser (Erste Abtheilung)

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Punkte und Linien empfindet man am stärksten bei 
der Prüfung geometrischer Werkzeuge. Sie sind 
sämmtlich mehr oder minder mit beständigen und 
veränderlichen Fehlern behaftet, die oft schwer, oft 
gar nicht mit Bestimmtheit auszumitteln sind. Kann 
man die Fehler derselben finden und die Grüße der 
selben, so wie ihren Einfluß auf die zu messenden 
Linien und Winkel, durch Rechnung bestimmen, so 
ist auch das mit diesen Fehlern behaftete Werkzeug, 
so brauchbar wie ein fehlerfreies, indem man die 
gefundenen Resultate durch Hülfe der bekannten 
Größe des Fehlers verbessern kann. Allein dies 
führet oft zu weitlauftigen Berechnungen und zu 
einer Zeitversaumniß, welche den Aufnehmenden nie 
angenehm ist, besser ist es daher, jedes Werkzeug 
vor dem Ankauf oder Gebrauch nach nachstehender 
Anleitung streng zu prüfen, nur das möglichst Feh 
lerfreie zum Gebrauch auszuwählen, und nur die 
unvermeidlichen Fehler, welche theils in der Construk- 
tion, theils aber auch in der Theorie des Werkzeugs 
liegen, durch Rechnung zu verbessern. 
Die Fehler der winkelmessenden Werkzeuge 
zerfallen überhaupt in zwei Klassen, nämlich: 
I. In die Fehler, welche fast die meisten Werkzeuge 
niit einander gemein haben, zu diesen rechnet man 
1) den nicht festen Stand des Stativs, 
2) den todten Gang der zur Bewegung die-
	        
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