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Punkte und Linien empfindet man am stärksten bei
der Prüfung geometrischer Werkzeuge. Sie sind
sämmtlich mehr oder minder mit beständigen und
veränderlichen Fehlern behaftet, die oft schwer, oft
gar nicht mit Bestimmtheit auszumitteln sind. Kann
man die Fehler derselben finden und die Grüße der
selben, so wie ihren Einfluß auf die zu messenden
Linien und Winkel, durch Rechnung bestimmen, so
ist auch das mit diesen Fehlern behaftete Werkzeug,
so brauchbar wie ein fehlerfreies, indem man die
gefundenen Resultate durch Hülfe der bekannten
Größe des Fehlers verbessern kann. Allein dies
führet oft zu weitlauftigen Berechnungen und zu
einer Zeitversaumniß, welche den Aufnehmenden nie
angenehm ist, besser ist es daher, jedes Werkzeug
vor dem Ankauf oder Gebrauch nach nachstehender
Anleitung streng zu prüfen, nur das möglichst Feh
lerfreie zum Gebrauch auszuwählen, und nur die
unvermeidlichen Fehler, welche theils in der Construk-
tion, theils aber auch in der Theorie des Werkzeugs
liegen, durch Rechnung zu verbessern.
Die Fehler der winkelmessenden Werkzeuge
zerfallen überhaupt in zwei Klassen, nämlich:
I. In die Fehler, welche fast die meisten Werkzeuge
niit einander gemein haben, zu diesen rechnet man
1) den nicht festen Stand des Stativs,
2) den todten Gang der zur Bewegung die-