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1) der Zinsenausdruck oder die Zinsen auf ein Jahr für 1 Thaler;
2) das Capital;
3) die Zeit;
4) der Betrag des Capitals mit den Zinsen;
5) die gegebene Rente;
6) der Betrag, zu welchem eine Rente in einer gegebenen Zeit anwächst;
7) der gegenwärtige Werth einer Rente für eine gegebene Zeit.
Zu Vereinfachung der Behandlung der folgenden vier Fälle soll an
genommen werden, daß die Zinsen nur einmal im Jahre zum Capitale
geschlagen und daß die Renten auch nur einmal im Jahre und zwar
am Ende desselben ausgezahlt werden sollen.
Erster Fall.
Wenn 1 Thaler nach einem Jahre sich durch den Zinsfuß von
z. B. 3 Procent auf 1,03 Thaler vermehrt, so ist auch 1,03 das neue
Capital im Anfange des zweiten Jahres; am Ende desselben ist es auf
1,03x1,03 — 1,0009 angewachsen; dies wird bequemer so geschrieben:
1,03' (die kleingedruckte Zahl bedeutet stets, wie vielmal eine Zahl mit
sich selbst multiplicirt werden soll; und den ganzen so bezeichneten Aus
druck nennt man, je nachdem die ursprüngliche Zahl 2, 3, 4 u. s. w. mal
mit sich selbst multiplicirt werden soll, die 2te, 3te, 4te u. s. w. Potenz;
Der Einfachheit wegen behalten wir diese Bezeichnung bei.) Der Betrag
1,03' giebt den Werth an, den Capital und Zinsen am Anfange des
dritten Jahres haben; am Ende dieses Jahres ist oerselbe auf 1,03'x 1,03
oder auf 1,03 3 angewachsen, nach 24 Jahren auf 1,03".
Es ergiebt sich nach dem Vorstehenden zu Auflösung dieser Aufgabe
die allgemeine Regel: Man erhebe die um den Zinsenausdruck
vermehrte Einheit auf die Potenz, welche der gegebenen
Anzahl von Jahren gleich ist, und multiplicire die gege
bene Summe mit dieser Potenz, z. B. zu welcher Summe wer
den 100 Thaler in 20 Jahren bei einem Zinsfüße von 4% und zusam
mengesetzten Zinsen anwachsen?
1,04-"—2,191123 und 2,191123x100=219,1123
oder 219 Thaler 3 Ngr. 4 Pfg.
Die hinten angehängte Tabelle Nr. 111. ist nach diesem Princip für
mehre Zinsfüße berechnet.
Zweiter Fall.
Wollen wir die Summe finden, welche in einer gegebenen Zeit eine
bestimmte Höhe erreicht, so ist es klar, daß die Operation dabei der
der vorigen Aufgabe gerade entgegengesetzt ist, und wir erhalten dadurch
die Regel: man erhebe die um den Zinsenausdruck vermehrte
Einheit auf die Potenz, die der gegebenen Anzahl Jahre
gleich ist, und dividire den gegebenen Betrag durch diese
Potenz.
Z. B. welche Summe wird bei einem Zinsfüße von 4 °/ 0 und zu
sammengesetzten Zinsen in 20 Jahren zu 219 Thaler 3 Ngr. 4 Pfg. an
wachsen; oder was ist der gegenwärtige Werth von 219Thlr. 3 Ngr. 4 Pf.
unter den genannten Bedingungen?
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■ 2I9 ' 1123
Für die Berechnung solcher Aufgaben ist die Tabelle Nr. IV. angehängt.