Full text: Grundzüge der Geschichte der Chemie

Die chemischen Kenntnisse im Altertum. 9 
egulie- die Körperwelt aus einem Stoffe aufbauen könne, sondern 
arstellt. die Weiterarbeit setzte erst bei dem viel untergeordneteren 
Gewiss Punkte ein, ob das Wasser das richtige Element sei. Hier 
obach- erscheint auch eine wechselnde Reihe von Antworten: das 
NS an- Feuer oder die Luft treten an die Stelle des Wassers, und 
sachen am höchsten steht wohl der Milesier Anaximander (611 
philo- bis 547 v. Chr.), der das Element in einem viel feineren 
unter- Materiale sieht als Wasser oder Luft, in dem Apeiron, einem 
gt sich jenseits der Erfahrung liegenden stofflichen Prinzip unbe- 
hischer kannter Art. 
wieder Wenn auch die Zurückführung der körperlichen Mannig- 
sophie faltigkeiten auf eine einzige Grundlage prinzipiell als das 
vickeln höchste Ziel der Vereinfachung bezeichnet werden muss, so 
nderter ist es doch vom praktischen Standpunkte aus ein entschie- 
n. Die dener Fortschritt gewesen, dass ziemlich bald die Einheit 
Sg von durch eine begrenzte Vielheit ersetzt wurde. Die Vorstellung, 
; ihren dass alle Dinge aus demselben Stoffe entstehen und in ihn 
Ueber- vergehen, ist schwer verständlich, um die Veränderungen der 
chtung Körperwelt darzustellen; viel leichter wird diese Erklärung 
‚wesen, durch die von Empedokles (485—425 v. Chr.) und später 
zuerst von Aristoteles (384—322 v. Chr.) durchgebildete Lehre, 
dass als Grundlagen der Körperwelt einige wenige Elemente in 
Motiv Betracht kommen, von denen sich verschiedene und in ver- 
hervor- schiedenen Mengen mischen und entmischen können; diesen 
elt da- Bedingungen entspricht das Entstehen und Vergehen der 
‚dlagen Körper. Als Elemente werden genannt: Feuer, Wasser, 
ht war Luft und Erde, zu denen Aristoteles noch eine fünfte 
ar von Substanz, später als Essentia quinta bezeichnet, rechnet, 
hales die unbestimmt und mehr geistigen Charakters ist. 
e, dass Die Alten haben wohl mit den Ausdrücken Feuer, Wasser, 
h alles Luft und Erde weniger die stoffliche Erde, das stoffliche 
indung Wasser usw. ausdrücken wollen, als ihre typischen Eigen- 
Vielheit schaften. Vier Hauptqualitäten werden unterschieden, von 
oissend denen je zwei jedem Elemente zukommen. Die Erde ist 
ich gar kalt und trocken, das Feuer ist warm und trocken, die Luft 
virklich ist warm und feucht, und das Wasser ist kalt und feucht.
	        
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