Die chemischen Kenntnisse im Altertum. 11
‘htigkeit sophen unterscheidet, so ist es doch unzweifelhaft, dass in
Wasser diesen alten Gedankenfolgen der Ursprung von Ansichten
liegt, die noch heute den Mittelpunkt chemischer Forschung
um Zu bilden. Das sind die grossen Beiträge zur Entwickelung der
hischen Chemie, welche wir den Griechen verdanken, und neben denen
'hauung alles andere verschwindet, was sie im speziellen geleistet
t bildet haben. Denn die einzelnen Angaben des Aristoteles oder
;r Alten Theophrastos (371-286 v. Chr.), Mitteilungen über Mine-
ralien, über die Bereitung des Bleiweisses und der Mennige
;menten und selbst die erste gelegentliche Erwähnung der Steinkohle
auf die sind Beobachtungen, die als zusammenhangslose Erfahrungen
v. Chr.) in unserem Sinne wohl kaum dem Charakter der Wissenschaft
Dinge entsprechen.
ar sind, Als die Ausdehnung des römischen Weltreiches Griechen-
auchen. land erreichte, kam die griechische Kultur in den Besitz des
ere und römischen Volkes. Die Römer waren eine eminent prak-
1en -Be- tische Nation, welche die Kunst zu regieren und zu verwalten
ı leerer im höchsten Maße besass. Daher kam es wohl, dass sie
ı relativ eine besondere produktive Begabung wesentlich für diejenigen
jedenen Wissenschaften zeigten, welche als Mittel der Regierung und
ler und Eroberung angewendet werden mussten; das waren die Kriegs-
’eilchen kunde und die Rechtspflege, in denen noch heute die Römer
ser und als mustergültige Vorbilder genannt werden. Auf anderen
je Zahl Gebieten wissenschaftlicher Tätigkeit aber erscheinen sie we-
dungen niger selbständig, und nachdem sie die griechische Kultur
in, und kennen gelernt hatten, suchen sie diese im wesentlichen fest-
Welten zuhalten, im einzelnen etwas auszugestalten und über ihre
Indem ganze Machtsphäre zu verbreiten. So nehmen ihre Gelehrten
den auf die Atomistik und die Elementenlehre auf, und das berühmte
er den Lehrgedicht De rerum natura des Lucretius Carus
sequent (96—55 v. Chr.) ist, wenn auch eine schöpferische Leistung,
so doch in sehr vieler Hinsicht nur eine geschickte Darstel-
enlehre lung der von den Griechen übernommenen Vorstellungen. Im
hr sich einzelnen natürlich wuchsen in den Jahrhunderten bis zum
ızigsten Falle des Römerreiches die naturwissenschaftlichen und dam
ı Philo- auch die chemischen Kenntnisse ; Bücher verschiedener grosser