Das Zeitalter der Alchemie. 15
vonnen und Salz als um gewisse Qualitäten, die durch diese Bezeich-
st der nungen versinnbildlicht werden: das Quecksilber ist das Prin-
ungen zip des metallischen Glanzes und Charakters, der Schwefel
; will- das der Veränderlichkeit durch das Feuer, und das Salz gibt
unsere eine Vorstellung von dem nach der Behandlung mit Feuer
Ichemie zurückbleibenden Metalloxyd.
ı vorn- Diese Elemente finden sich nach der alchemistischen An-
1oderne schauung in den Metallen in verschiedener Menge, Reinheit
ing des und Fixation, wobei wir mit dem letzteren Begriff nur un-
‚on Blei sichere Vorstellungen verbinden können, die vielleicht auf
lichen einen wechselnden Grad chemischer Verwandtschaft hindeuten.
Das grosse Mittel, um die Zusammensetzung unedler Metalle
Metaill- derart zu verändern, dass die Komposition des Goldes heraus-
ıt plau- kommt, führt den Namen des Steines der Weisen. Ueber
griechi- ihn berichten zahlreiche Alchemisten in ihren Schriften, aber
an nicht ein Bild von seinem Wesen gewinnen wir nicht. Da nach-
an, und weislich niemals die Umwandlung eines Metalles in Gold
aderunig gelungen ist, so fehlt vollständig eine nüchterne Schilderung
zzessive des grossen Geheimnisses. Die einen geben nur an, dass
te. So ihnen der glaubwürdige Bericht geworden sei, dass andere
auf die den Stein der Weisen besessen haben; andere Alchemisten
Jrie_ des erklären, dass es verboten sei, eine Beschreibung der Her-
1er eine stellung des Steines der Weisen zu geben, da diese Kenntnis
Metallen der Allgemeinheit vorenthalten werden müsse, die durch ein
ass die solches Mittel. ungewohnte Reichtümer erhalten und infolge-
‚ung er- dessen der Sünde. verfallen würde; wieder andere. Schrift-
Eigen- steller wollen Auskunft über den. Stein der Weisen geben,
ziehung aber sie benutzen dabei — mit oder ohne Absicht — eine
‚hischen so blumige und geheimnisvolle Sprache, dass man nicht in
Zuerst der Lage ist, ihre Angaben zu verstehen.
sen. der ‚Trotz der Mangelhaftigkeit der alchemistischen Schriften
el und gerade bei ihrem Hauptpunkte findet man in dem ganzen
Valen- Zeitraum von :300 bis 1500 kaum irgend. einen Zweifel an
ner Mit der Metalltransmutationslehre und an der Existenz des Steines
ch auch der Weisen. Um diese für uns sehr merkwürdige Seite des
schwefel alchemistischen. Zeitalters zu verstehen, muss man :den Ver-
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