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Banda, afrikan. Landſchaft, . Dar Banda.
Bandachat, |. Achat. [(Radreifen).
Bandage (franz., ipr. af"), |. Verband ; au< Rad
Bandagiſt (franz., ſpr. -f<{iſt), jemand, der chirur-
giſhe Apparate, Binden, insbeſondere auh Bruch-
bänder verfertigt.
Bandai-ſan (Bantai-ſan), Vulkan auf der
Hauptinſel Japans (f. d.).
- Bandalgen, Desmidiaceen, j. Algen, S. 364.
Bandanendrnd, j. Zeugdruderei.
Bandannos, j. Foulards.
Banda Oriental, j. Uruguay.
Bandar, Stadt in Britiih- Indien, j. Maſuli- |
Bandajeife, joviel wie Musfatnußöl.
Bandajjel, |. Sfolopender.
Bandblumen, j. Dianthus.
Bandbremie, j. Bremie.
Bande (franz. Association de malfaiteurs, ital.
Associazione di malfattori), Vereinigung mehrerer
Perſonen zur Begehung einer noh ungewiſſen Anzahl
von Verbrechen einer gewiſſen Art. Während in Frank-
reih und Jtalien die Vereinigung zu einer B. über-
haupt ſtrafbar iſt, erſcheint es nah dem deutſchen
Strafgeſebbuch ($ 243, Ziff. 6; $ 250, Ziff. 2) nur als
ein Straferhöhungsgrund, wenn Diebſtahl oder Raub
von mehreren gemeinſam begangen wurde, welche jich
zur fortgeſeßten Begehung von Raub oder Diebſtahl
verbunden hatten. Nach öſterreichiſhem Strafrecht
iſt die Bildung einer B. immer erſt dann ſtrafbar,
wenn die böſe Abſicht Beziehung auf ein beſtimmtes
Verbrechen erhält. Banden und Banda.
Bandeira, \. Sa da Bandeira.
Bandeifen (Tänit), nictelreihes Meteoreiſen,
j. Meteoriteine.
Bandeijen (Reifeiien), ſehr dünnes, bandför-
[patam.
m
©
De.
Bandello.
| einem Unterbau mit Kuppeldach, auf welchem die in
Kupfer getriebene Figur Armins mit erhobenem
Schwert ſteht. Außerdem ſind noch folgende Arbeiten
Bandels erwähnenswert: Amor und Pſyche, Venus,
Herkules die Schlangen erdrückend, das Grabmal des
Direktors v. Langer. Vgl. H. Schmidt, Ernſt von
B. (Hannov. 1892). [delkhand (\. d.).
Bandela (Bundelah), die Bewohner von Ban-
Bandelier, breiter, von der Kavallerie und Feld-
artillerie über die linke Schulter zur rehten Hüfte
getragener Lederriemen, an welchem die Patrontaſche
hängt. Beim Fußvolk bis zur Einführung der Pa-
trontaſchen ſehr breites Ledergehänge, an welchem
auf der Bruſt 12—20 hölzerne Büchſen für je eine
Pulverladung ſowie eine Pulverflaſhe mit Zünd-
pulver und ein Säckchen mit Kugeln hingen. Ju glei-
cher Weiſe wurden ſpäter die Patrontaſche über der
linken, der Säbel über der rehten Schulter getragen.
Bandelkhand (Bundelkhand), Landſchaft im
nördlichen Indien (f. Karte »Oſtindien«), unter 23°
52° — 26° 26‘ nördl. Br. und 77° 583“ — 81° 39
öſtl. L. v. Gr., begrenzt von den Flüſſen Dſchamna
im N., Tſchambal im W. und den Diſtrikten Dſcha-
balpur und Sagar der Zentralprovinzen im S. Sie
beſteht aus den unter britiſher Verwaltung ſtehenden,
zu den Nordweſtprovinzen gehörenden Diſtrikten Ha-
mirpur, Dſchalaun, Dſchanſi, Lalitpur und Banda,
zuſammen 26,565 gkm (481,3 QM.) groß mit (1891)
2,287,412 Einw., und aus 31 Staaten unter indiſchen
Fürſten, die zum Verwaltungsbezirk Zentralindien
| gehören, 26,547 qkm (481 QM.) groß mit (1881)
1,416,580 Einw. Die Landſchaft iſt nur im NO. flach,
ſonſt hügelig; die Thäler find von dicht bewaldeten,
plateauartigen Rüden begrenzt. Bon den zahlreichen
| Flüſſen iſ nur der Ken ſchiffbar (96 km); da ſie in
miges Flacheiſen aus weichem und zähem Schweiß- |
eiſen, ſeltener aus Schweißſtahl (Bandſtahl) dur<h
Walzen hergeſtellt. Die Breite iſt gewöhnli<h 10 —
40 mm, die Stärke 4—0,3 mm. B. dient als Faß-
reifen, zum Beſchlagen von Kiſten, zum Packen von
Ballen, in der Schloſſerei 2c.
1800 in Ansbach, geſt. 25. Sept. 1876 in Neudegg
bei Donauwörth, erhielt ſeine erſte künſtleriſ<he Aus-
bildung in Nürnberg, bezog dann die Münchener Aka-
demie und lieferte ſhon ſeit 1820 manche gelungene
Arbeit zur dortigen Kunſtausſtellung. Später lebte
er längere Zeit in Nürnberg und Rom, kehrte aber
1827 nad) München zurüd und {huf dort unter an-
derm eine Charitas und viele durch geiſtigen Aus-
drud ausgezeihnete Porträtbüſten (König Maximilian
tiefen Rinnen fließen, bedarf das Land künſtlicher Be-
wäſſerung. Der Mineralreichtum erſcheint bedeutend;
gewonnen werden indes nur Diamanten, Eiſen und
Kupfer. Die Bandela, nach denen das Land be-
nannt iſt, ſind Nadſchputen und reden einen Sanskrit-
( | dialekt. Sie wurden ſeit Mitte des 18. Jahrh. von
Bandel, Ernſt von, Bildhauer, geb. 17, Mai |
Joſeph, D. Quaglio, Hofmaler Stieler, Oberbaurat |
Gärtner). 1835—38 war er in Hannover thätig und |
ſiedelte dann nah Detmold über, wo er das koloſſale, |
auf der Grotenburg zu errichtende Arminiusdenk- |
mal, deſſen Plan ex aus eignem Antrieb gefaßt hatte, |
in Angriff nahm; die Ausführung des Unternehmens |
fam aber aus Mangel an den nötigen Geldmitteln
ſeit 1841 ins Stocken. B. ging darauf nah Jtalien
und lebte ſpäter in Hannover, wo er mit Aufopferung
ſeines Vermögens an dem Koloſſalwerk weiter arbei-
tete. Aus Reich3mitteln wurden 1871 zur Vollendung
des Denkmals 30,000 Mk. bewilligt, ſo daß 16. Aug.
1875 ſeine Einweihung in Gegenwart des Kaiſers
Wilhelm I. erfolgen konnte. Das Ganze wiegt mit |
dem innern Eiſengerüſt 76,570 kg und hat mit
dem 29,8 m hohen Unterbau und der 1,6 m dicken
Standplatte eine Höhe von 57,4 m. Es beſteht aus |
den Marathen unterworfen, mit deren Fall auh B.
an die Engländer kam.
Bandello, Matteo, ital. Novelliſt, geb. um 1480
in Caſtelnuovo (Piemont), gejt. nach 1561, ward
zu Rom Dominikaner und trat in das Kloſter Santa
Maria delle Grazie in Mailand ein, führte aber ein
ziemlich unjtetes Leben und hielt ſih in verſchiedenen
Städten Ftaliens, am längſten, wie es ſcheint, in Man-
tua, auf, wo er die berühmte Lucrezia Gonzaga im
Lateiniſchen und Griechiſchen unterrichtete. Während
der Kriege 1520—25 verlor er als Anhänger der fran-
zöſiſchen Partei ſein väterliches Erbe und war gend-
tigt, eine Zeitlang verkleidet umherzuirren. Hierauf
ging er mit feinem Freund Ceſare Fregoſo nah Frank-
reih und wurde 1550 von Heinrich II. zum Biſchof
von Agen ernannt, trat jedoch das Bistum ſchon 1555
an Ettore Fregofo, den Sohn feines Freundes, ab.
Seine Novellen (214 an der Zahl) bieten viele inter-
ejjante Kulturgemälde dar und zeichnen fich dur
naive und draitifch wirkende Darſtellung, aber zum
Teil auch dur<h große Schlüpfrigkeit des Jnhalts
aus. Sie erſchienen geſammelt zuerſt Lucca 1554 in
3 Bänden, denen 1573 zu Lyon ein vierter folgte;
ſodann, nah mehreren verſtümmelten Ausgaben, zu-
erſt wieder vollſtändig London 1740, 4 Bde. (neuer
Abdr. 1791—93, 9 Bde.), am beſten Mailand 1813—
1814 in 9 Bänden; neuerli<h Turin 1853, 4 Bde. Lit-