Einleitung. 27
7 2 in Jtalien blüßenden Talenten Aufmunterung und Ge-
R its legenheit sich zu entwickeln gaben. Indessen scheint es
" mir eine übertriebne Behauptung, wenn einige Schrift?
oe 0 steller, worunter Milizia ? der angesehenste ist, sagen?
| Wait die Gothen und überhaupt alle Barbaren, die sich in
vE Jtalien festgeseßt , haben weder gute noch schlechte,
M d. h. gar keine Baukunst gehabt. Denn jedes Bolk,
ide fhlat mag es auch noch so roh seyn, bis auf die Bewohner
dengs des Feuerlandes, hat eine gewisse Baukunst, wie sie
Comma sich für die Beschaffenheit des Bodens, das Klima ,
[0007 die Materialien und den Nationalchargkter paßt. Die
ve deit Gothen aber waren nicht etwa Wilde, noch so neu in
H den Künsten des Lebens , als wären sie nur eben 'vor
&, daß ihrem Einfall in das Römische Reich gleich Schwäm-
1a>s in men aus der Erde hervorgewachsen. Sie hatten lan?
m Nahe ge zuvor mit demselben in Berkehr gestanden und was
je brache ren Christen von der Sekte des Arius. Das Chris?
ie warn stenthum gab aber immer der Baukunst und auch der
Werzelas Mahlerey und Skulptur einige Beschästigung , durch
heimischen das Bedürfniß Kirchen zu bauen und sie mit heiligen
träctlic Bildern zu verzieren.
'' Weise - “Um zu den Kunstwerken dieses Zeitalters zurückzu?
er tiefer kehren, so haben wir noch zu bemerken, daß dem Theo-
; Ihtige, dorich sowohl in Rom als in Ravenna viele Statueg
damahls geseßt worden sind. Am einer auf dem Markte zu Na-
it poli hatte man eine ganz neue Erfindung angebracht.
Sie war nähmlich aus kleinen Steinchen von verschied
rates MI nen Farben , die genau an einander gefugt waren, zu?
| nami sammengeseßt. Der dabey angewandte mechanische
Sie if in Kunstgriff mußte jedoch seinen Zweck nicht -zum besten
„NT eis erfüllen , wenn sich , wie Procopius erzählt 3, noch bey
2X Lebzeiten des Fürsten die ganze Masse in ihre Theile
Gei, vf | auflöste
erschteihe, p: Memorie deg] Architetti, im Leben des Aloysius,
9. De bel], Goth, 1; € 24»