320 V. Von Priestley bis auf d. neuesten Zeitett,
tale Stellung, und unterstüßt ihn so, daß das einges und
spannte Zeug bloß von der Lust berührt wird. Da wu
nun die Slektrieität der geriebenen Fläche negativ ist, pn
so wird eine daranf geseßte berührte und wieder abs (esta!
genommene Trommel positiv elektrisirt. Hierbey muß UG
aber das eingespannte Zeug ganz frey bleiben und bioß
die Lust berühren. Die Ursache hiervon liegt darin,
daß geriebene dünne Körper an jeder Fläche , an wels 252
cher sie anliegen , leicht kleben, und in diesem Zustande fu
gar keine elektrische Erscheinungen zeigen. So klebt EM
die geriebene Glanzleinwand an der Wand des Zim» R
mers, und zeigt in diesem Zustande gar keine Elefktris 17
eität. Erst nachher, wenn sie von der Wand losges (ict!
rissen und frey in der Luft gehalten wird, gibt sie wie- 55
der elektrische Srscheinungen. Eben dieser Umstand in
hat Weber'n veranlaßt, dieser Vorrichtung den Nas I
men eines Luftelektrophors zu. geben. . ;
MRS < äffer *) fährt an ; daß er mit dem Elektro? m
phor sehr sonderbare Versuche angestellt habe, woraus diele
zu erhellen scheine, daß bey der Elektrieität ein elektriz ver 6!
scher Magnetismus statt finde, Eine über den Mitsz dich 9j
telpunkt des Elektrophors aufgehängte Glocke soll fels ein
in eine Schwungbewegung von Norden nach Süden shi 4
kommens hinge selbige hingegen zur Seite des Elektro sau |
phors, so soll diese Bewegung nach dem Mittelpunkte Hier w
gerichtet seyn«" Jedoch müsse die Schnur , woran Ctellen
der schwingende Körper hange, von einer dazu geschickt fallen,
ten Person berührt oder gehalten werden. Selbst al: wie
les , was man auf den Harzkuchen lege, nehme diese
Eigenschaft an , und bringe darüber gehaltene Körper
: zum e) ]
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b) Abbildung und Beschreibung des beständigen Elektticis ]
tätsträgers. Regenshb. 1776. 4. Fernere Versuche mit |
dem beständigen Elektricitätsträger« Regensb« 4777 4-