Sattlerhandwevrk, 125
ff, wendung der bey dem Durchgehen der Pferde lernet drey Jahr , außerdem aber fünf Jahr,
die entstehenden Gefahr, mitgetheilet, womit wir in England aber stehet er sieben Jahre in der
es uns aber hier nicht aufhalten können), sondern Lehre,
qs nur blos ihre Schriften ansühren wollen. c) .
en Sehr gut würde es unterdessen allemal seyn, Das Meisterstük der Sattler bestehet in
zu wenn das Policeywesen im Lande auch auf die Berlin in einem Damensattel von Leder nach
qs Verbesserung dieser Manufacturwaaren, seine der Kunst zugeschnitten und zusammengesekt,
en Aufmerksamkeit richten wollte. ob er gleich daselbst von keinem Gebrauch ist ;
ies ferner in einem balbgeschlossenen Teutschen
Berlin hat in Ansehung der Kutschen und Sattel von Saffian , dessen Siß von Sam-
ie anderer Wägen, noch immer einen großen met ist, und in einem vollständigen Pferde«
E Vorzug vor andern Teutschen Staaten; wie- geschirr. Hingegen in Nürnberg und Auge
% wohl man auch seit einiger Zeit in verschiedenen spurg machen sie zum Meisterstück zwey große,
| andern Städten angefangen hat, recht schöne aber nicht mehr gebräuchliche, Turniersattel
in Kutschen und Chaisen zu bauen, welche denen mit Sammet oder Tuch überzogen, davon der
sen Berlinischen wenig oder nichts nachgeben. eine mit starkem Messing, der andere aber mit
- Eisen beschlagen ist, und müssen sie nicht nur
15 a) Ein Zipi ZWste hae weder nur beydes selbst dazu schmieden, sondern auch,
nen Vordersiß vor zwey Personen , 9 n : ; 2 ü
R Vordersiß und einen Rücksik, jeder vor eine De aller Dun Den Sttteibomn selbst aus
als Person, und dieser letztere wird ein Vis ä vis hauen und zurichten, Won Kutschen oder
ges genennet. Chaisen machen sie nichts zum Meisterstü,
'aß 53 Offene Jagbebaisen/zu serbs Personen hat man 94025 mail mit Necht als, einen Fehler ause-
em hingegen schon seit langer Zeit. Ein solcher hen kann, indem doch die eine ihrer Saupt-
ind Wagen hat einen Vordersik und zwey Rück- arbeiten in Verfertigung der Kutschen und
zen site. Chaisen bestehet,
aur ce) S. Abhandlung von einer Verbesserung an den |
vordern Chaisenrädern; in“ der Fränkischen 6. 8.
a Sammlung , 5ter Band, S. 243. Ellis von . | |
teils Verbesserung der Fuhrwerke, wie man Wagen Nun wollen wir auch die Policeytaxen hin-
ge und dergleichen weit vortheilhafter , als sie zeitz zufügen, welche im Jahre- 1764. zu Berlin
fen pr RAIN, eaten ums u glgeweinen sowohl als in Dresden den Sattlern vorge-
2 azin, x : „ IOT-+ 4; E- “ : .
ger EH de perfedionner les Meves » 3 Paris schrieben worden. Es verstehet sich von selbst,
ine 1753: C. Polhems Erfindung das Durc<ge- daß die.Sattler an denenjenigen Orten, we
ge hen der Pferde vor Wagen zu verhüten; in.den sie auch zugleich zu Verfertigung der Riemer-
Smedt Zöheitbinigen: 7 Band, S 2:0 arbeit berechtiget sind , sich in Ansehung dieser
m gysips Sosanders Wogenanfer eine [eite feßten Arbeiten nach ver denen Niemer vorge
er glücksfälle von flüchtigen Pferden. 4. Lemgo sOriebenen Taxe vichten müssen. - Man pfle-
1749» get auch wohl in einigen Ländern, wie zum
Ber Exempel im Jahre 1770. im Königreiche
ver 6. 7. Preußen geschehen , aus eben dem Grunde die
ßen Die Sattler haben ihre besondere Zunft Taxen der Sattler und Riemer mit einander
ses oder Jnnung und ein geschenktes Handwerk, zu verbinden und in einer Vorschrist oder unter
Ab« Der Lehrbursche , wenn er ein Lehrgeld bezahlt, einem Artikel abzufassen.
zee Vo. EF
„Zand, R 8. 6