Full text: Christian Friedrich Gottlieb Thon's Holzbeitze-Kunst, oder die Holzfärberei in ihrem ganzen Umfange

    
   
  
   
  
  
  
   
  
   
  
  
   
  
  
  
  
  
  
   
   
  
   
  
   
  
   
   
  
   
  
   
   
   
   
      
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dings bedeutenden Fehler wird ber praktiſhe Holz- 
arbeiter leicht gewahr, wenn derſelbe den Schaft von 
außen genau betrachtet, wo fich die ſpiralförmigen 
Adern bemerklich. machen, die fich, gleichfam wie ges 
dreht, von unten in die Höhe winden. 
Beobachtungen Über ven Fehler unferer Forftbäus 
me, welder insgemein unter der Benennung 
windfchief bekannt iſt, in Stevogt’s 
Sammlung neuer Entdedungen und Beobad): 
tungen 2c. Seite 1 bié 40. 
2) Der firuppige Wuchs, wenn nämlich 
Bâume nur kurz und ganz unförmlich di> werden 
und von unten hinauf in lauter Aeſte verwachſen, 
macht zu technologifchen Arbeiten ebenfalls unbrauch- 
bar. Gewöhnlich ſind Baume, die außer allem Schuſſe 
im Freien ſtehen, dieſem Fehler unterworfen, doch 
immer eine Holzart mehr. wie die andere. 
3) Von dem ſtruppigen Wuchſe der Bäume iſt 
das kernäſtige Holz eine natúrlihe Folge; denn 
hat der Baum ſchon von Jugend an ſehr viele Aeſte 
an der Erde ausgetrieben und haben dieſe folglich 
ihren Urſprung aus dem ſogenannten Kerne, oder dem 
innerſten Holzcylinder genommnn, und während des 
ganzen Wacysthumes alle Holzlagen durchbohret: fo 
entſtehen in dem Holze lauter Knoten, welche die na- 
türliche Richtung der Holzfaſern verändern, dem Holze 
fowohl feine natürlihe Spaltigkeit, als auch ſeine 
gleichförmige Härte und Dichtigkeit rauben und. es 
zu beſſerm Gebrauche untauglih machen. , Häufig 
iſt dieſer niht unbeträchtliche Fehler an dem Nadel- 
holze wahrzunehmen. 
4) Die Kernſchäl'e maht einen Baum zu 
Schnitt - und Spaltholz ebenfalls völlig unbrauchbar 
und fie entfteht durch die Trennung oder. Abſonde- 
rung zweier oder mehrerer Holzlagen, entweder nur 
auf einer Seite oder in der ganzen Peripherie des
	        
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