Full text: Der Schlossermeister oder theoretisch-praktisches Handbuch der Schlosserkunst für Lehrherrn, Gesellen und Lehrlinge über den ganzen Umfang ihrer Kunst mit Inbegriff der Eisen- und Stahlbereitung

Jh DY 
  
     
    
  
  
  
  
    
   
  
  
  
     
   
    
  
     
  
     
3 
  
niht zufrieden, ſann man auf Hinderniſſe, die fich 
ſeiner drehenden Bewegung widerſeßten , und fo ent- 
ſtand das Gewirre, das Eingerichte oder die 
Beſaßung. Dieſe wurden immer zufammengefeks 
ter, und man ſah fich genöthigt, das gebrechliche Holz 
zu verlaſſen und zu dem Eiſen ſeine Zuflucht zu neh: 
men. Die Kunſt machte Fortſchritte. Jn kurzer Zeit 
war Schloß und Schlüſſel, Riegel, Klinke und Thúrz- 
angel von Eiſen. Die Härte dieſes Metalls geſtats. 
tete, ihnen jede Form zu geben und beliebige Verziez 
rungen dabei anzubringen. — So ward: das Schlofs 
ſerhandwerk nah und nah eine Kun   , die bald die 
Beihilfe anderer Künſte und Wiſſenſchaften zur Uns 
terſtüßung in Anſpru<h nähm, und ſelbſt mehrere 
Kenntniſſe erforderte, die fie auf die Stufe der Aus- 
bildung erhoben haben, auf welcher wir fie jebt ers 
bliden. Seit 1411 war ſie in Frankreich zu eis 
nem folchen Grade der Selbftftändigkeit und Ausdehs 
nung gelangt, daß die Schloſſer eine Zunft zu bil: 
den anfangen konnten, welher Carl VI. Innungsge- 
feße gab. 
F. 2, Es iſt bereits geſagt, daß der Schloſſer ſeine 
Kunſt auf das Eiſen anwendet; aber um es zu be 
arbeiten, muß er es heiß machen, und dazu bedarf er 
der Kohlen. Die erſte Aufmerkſamkeit hat er alſo 
auf das Metall ſelbſt, welches er zu bearbeiten ges 
denkt , und auf das Feuerungsmittel, womit er 
es heiß macht, zu richten, 
4 *
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.