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Waschen. 23
V. Waschen.
Làsst sich das Decantiren nicht mit Vortheil ausführen, da
sich der Niederschlag nicht leicht zu Boden setzt, so bringt man
diesen auf ein Filter, übergiesst ihn, nachdem die Flüssigkeit ab-
gelaufen ist, mit reinem destillirten Wasser und wiederholt
das Aussüssen mit Wasser, bis einige "Tropfen des Waschwassers,
auf einem Platinbleche verdampft, keinen Rückstand mehr hinter-
lassen, oder auch, bis das-
selbe durch Anwendung
geeigneter Reagentien die
Abwesenheit des gelósten
Körpers erkennen lässt.
Zum Auswaschen der
auf dem Filter befindlichen
Niederschläge bedient man
sich meistens der Spritz-
flasche. Man richtet den
Strahl derselben stets
auf den oberen Rand
des Filters, weil dieser
leicht einen Theil der ge-
lösten Substanz zurück hält;
gleichzeitig spült man da-
durch den an den oberen
Wandungen des Filters
befindlichen Niederschlag
herunter und vereinigt den-
selben mit der Hauptmasse.
Um das Auswaschen
auf dem Filter von der
Gegenwart des Arbeiters
unabhängig zu machen,
kann man ähnliche Apparate benutzen, wie sie oben beim Filtriren
beschrieben sind.
Einen einfachen, leicht herstellbaren derartigen Apparat hat
Wahl* beschrieben. Derselbe (Fig. 12) besteht aus einem Kölb-
chen 4, einem dreifach durchbohrten Kautschukstopfen B, dem
Zuflussrohr C mit Gummischlauch D und Quetschhahn E, dem Luft-
rohr F und dem Heberrohr G. Soll der Apparat in Thätigkeit
gesetzt werden, so stellt man denselben so auf, dass das Abfluss-
rohr des Hebers G sich über dem Filter, das den auszuwaschenden
Niederschlag enthält, befindet und lässt die zum Auswaschen die-
nende Flüssigkeit durch C aus einem über dem Apparate stehenden
! Chem. Z. 1887, 4.