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für drahtlose Telegraphie kann wegen der schlechten Leitfähigkeit des Holzes
lie Isolierung des Mastfußes ganz vermieden werden. Auch werden der Holzgitter-
masten-Antennenanlage gute funktechnische Eigenschaften nachgerühmt. Das Post-
ministerium in Prag hat bereits angeordnet, daß in Zukunft keine Eisenmaste für
Radiozwecke verwendet werden sollen, sondern nur Holzmaste.
Anwendungsgebiete aus dem Ingenieurbau.
Abb. 710. Bauweise Greim. Mast von 42 m Höhe.
Die Maste nach Bauweise Greim (S. 59) bilden Fachwerksysteme, die sich
ıaach Maßgabe der Abb. 707 gegenseitig in den Diagonalebenen durchdringen (D. R. P.
Nr. 362 789 und 362 790). Bei älteren Mastausführungen dieser Bauart sind die
Diagonalverstrebungen gemäß Abb. 709 nur in den Seitenflächen zu finden, welche
Anordnung aber einen größeren Holzaufwand
nötig macht. Der Fußpunkt ist kugelgelenk-
artig ausgebildet. Die Abspannung durch
Drahtseile erfolgt an allen vier Seiten, und
zwar greift die Abspannung zweckmäßig in
einer Höhe von etwa 6m vom oberen End-
punkte an, wodurch sich natürlich günstigere
statische Verhältnisse ergeben. Zwei am
Magdeburger Platz in Berlin auf den Häusern
erbaute Maste zeigen Höhen von 23 bzw. 35 m.
Die statische Berechnung erfolgte für einen
größten Antennenspitzenzug von 660 kg bei
Rauhreif. Der Aufbau solcher Maste erfolgt,
wie Abb. 708 zeigt, mit Hilfe von Leiterrüstungen.
Ein ähnlicher Mast wurde im Jahre 1922 für die drahtlose Station in Kbely bei
Prag erbaut. Bei 45m Gesamthöhe des Tragwerkes beträgt in der Mastmitte die
Diagonallänge des quadratischen Querschnittes 1,42 m. Berechnet wurden die Maste
für eine fünfdrähtige Antenne von 80.00 m Länge, die rechnerisch einen größten