Full text: Das Ganze der Kleidermacherkunst oder gründlicher Selbstunterricht in den vorbereitenden Lehren und hilfswissenschaftlichen Kenntnissen; in Anwendung der besten und zweckmäßigsten Werkzeuge und Nähmaterialien des Schneiders, in der Lehre der Näthe, vom menschlichen Körper mit Rücksicht auf seine Bekleidung, von Zeichnung und Nachzeichnung der Patronen, vom Zuschneiden, von der Zusammensetzung und Bearbeitung der zugeschnittenen Theile, vom Biegeln, Ausbessern u. s. w., sowohl der Manns- als Frauenzimmer- und Kinderkleider, nebst einer Berechnung des Ellenbedarfs der verschiedenen Kleidungsstücke und der volllständigen Kunst, alle Flecke aus allen Zeugen auszubringen, die zerstörten Farben wieder herzustellen u. s. w.

    
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   
  
  
  
  
   
  
  
   
   
   
  
  
  
  
   
   
  
   
  
  
  
  
   
  
  
  
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ausſchoſſen. Er wollte dieſes ſhóne Bild nachzeich- 
nen. Wie machte er es? Er zeichnete in den Sand 
zwei ſich ſenkreht durchfchneidende Linien, öffnete 
willkührlih ſeinen Zirkel, ſette deffen eine Spike in 
den Durchſchnittspunkt A der Linien und drehte dann 
den Zirkel, von B angefangen, um ſich ſelbſt ſo lange, 
bis er wieder auf demſelben Fle> mit der Zirkelſpiße 
angelangt war und zu ſeiner großen Freude. ein Ab- 
bild der Sonnenſcheibe in der krummen Linie B, C, 
D, FE erbli>te und in den Linien AB, AC, AD, 
AE fchon vier Strahlen von ihrem Mittelpunkt aus- 
ſchießen ſah. Er nannte nun den Punkt A, in wel: 
chem er den Zirkel eingefeht hatte, den Mittel - 
punkt (das Centrum), die krumme Linie, welche er 
mit dem andern Zirkelfuß gezogen hatte, den Um: 
Freis (Peripherie, Cirkumferenz), die ganze ſcheiben- 
förmige Figur — einen Kreis (Zirkel) und ſprach 
nah ſeiner Erfahrung: Ein Kreis iſt eine krum- 
me inte, welche überall gleich weit von ihrem 
Mittelpunkt entfernt iſ, alſo muß jede von Der 
einen Seite dieſer krummen Linie nah der andern 
Seite durch den Mittelpunkt gezogene gerade Liz 
nie (wie BD und CE) niht nur gleich groß 
fein, ſondern auch den ganzen Kreis in zwei, gleiche 
Theile zerſchneiden, mithin ein Durdmeffer (Dia 
meter) genannt werden. Folglich müſſen ‘auch die 
den Sonnenſtrahlen nachgebildeten, von dem Mittel: 
  
‚punkt bis an einen Punkt des Umkreiſes laufenden 
Linien (AB, AC, AD, AE) genau die Hälfte eis 
nes folchen Durchmeffer3 ausmachen und Halbmef- 
fer oder Radien (Strahlen) genannt werben. 
Demnach müſſen auh zwei fich fenkrecht durhſchneiz 
dende Durchmeſſer (oder vier ſich ſenkre<ht im Mit- 
telpunkt berührende Halbmeſſer) jeden Umkreis in vier 
gleiche Theile zerſchneiden. 
  
  
  
	        
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