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zusammen, das nulzbarste aller Mineralien, das Salz: er ver-
senkt sich in die wogende Tiefe des Meeres, um die Schätze
desselben auf seinem Grunde zu sammeln, oder ihm seinen
Raub wieder zu entreissen.
Die nur) wenigen Minuten, welehe der geübteste Tau-
eher auf dem’ Boden des Meeres auszuharren vermag, dehnt
er mit der künstlichen Taucherglocke auf’ eben so viele Stun-
den aus, einem Bewohner ‘jener Fluthen vergleichbar. Und
mit welchem &leichmuthe , mit welchem &efühle der Sicher-
heit zieht nichb der forschende Reisende oder der gewinn-
suchende Handelsinann Monde lang über den treulosen Ocean,
nur dureh eine 'Planke getrennt von dem feuchten Grabe, ım
welchem sein Leib die sehnelle Beute des gierigen Hais wer-
den würde!
Schon lange "ist es, dass diese, durch die Natur dem
Menschen verschlossenen Gebiete sein Kunstsinn zu "öffnen
verstand’, wenn es’ auch freilich unserem Jahrhunderte auf-
bewahrt war, dem Gipfel der'Kunst hierin nahe zu kommen ;
eine Kunst jedoch blieb ihm fremd, welche gleichwohl die
Phantasie zu jeder Zeit auf das Mäehtigste erregte, die Kunst,
gleich den Jeichtbeschwingten Bewohnern der Lüfte, sich in
den Himmelsäther zu erheben, und, der irdischen Schwer-
fälligkeit Hohn sprechend, in und mit dem Winde zw wandeln.
Die Sagen fast eines jeden Volkes erzählen von ihren
Heroen, denen ‘die Macht verliehen gewesen, gleich den
Ueberirdischen die‘ Lüfte zw durchschreiten oder’ mit dem
Gespann fabelhafter Thiere zu durcheilen, oft innig. verknüpft
mit religiösen‘ Vorstellungen’ und frommen Traditionen; und
unzählige‘ Male ist der Versuch gemacht, in der That: dem
Vogel nachzuahmen, dem Arm mit ungeheuren Flügeln zu
bewaflnen, deren Schlag im Stande wäre, den dazu wenig
geeigneten menschlichen Körper in die Luft zu erheben, oder
doch ihn darin schwebend zu erhalten. Warum, so sagle