eren
wel-
iden.
Ng1g
von
;omi-
ynen
» in-
wer-
snten
rten:
men,
Be-
ände
yäbe.
nicht,
arch
ingen
eber-
Smus
Idee
diese
hemi-
| die
dlage
schaf-
ı und
den
Auch
« der
rigen
ensch
nunft-
re ZULr
Ss mit
hier
Der ethische Materialismus und die Religion.
f
31%
J
wurde er auch am frühesten schwankend. In dem anonym er-
schienenen „Sendschreiben des Philalethes“ bemüht er sich zunächst,
die blosse Möglichkeit der Existenz Gottes gegenüber dem von
der Form des Weltganzen hergenommenen Argumente zu retten;
erst dann sucht er aus der Teleologie die Wirklichkeit derselben
zu erweisen. Der genannte Einwand hätte für manchen Andern
vielleicht wenig Gewicht gehabt; für Ueberweg selbst aber war er
nahezu erdrückend. Die Analogie mit den inneren Zuständen der
Thierwelt und besonders des Menschen musste ihn mit Nothwendig-
keit dazu führen, auch für das, göttliche Denken eine analoge Con-
centration der im Weltall verbreiteten Bewusstseinselemente anzu-
nehmen, und hierfür bedurfte er im Grunde, ganz wie Du Bois-
Reymond dies fordert, eines Weltgehirns und Weltnervensystems,
Auch die Schwächen des teleologischen Princips waren ihm nicht
unbekannt, wiewohl er dasselbe damals noch standhaft vertheidigte.
So schrieb er mir denn in einem Briefe vom 18. November 1860
Folgendes: „Ich weiss recht wohl, dass man die bloss subjeetive
Bedeutung des Zweckbegriffs entgegenzuhalten pflegt; aber diese
steht doch auch in Frage. Wer in diesem Punkte auf der Seite
Spinoza’s steht, muss nachweisen: wie denn die Erscheinungen des
organischen Lebens, die wir uns am. bequemsten mittelst jenes Be-
griffs zurechtlegen, ohne denselben irgend denkbar seien. „Cau-
salität“ pflegt doch objectiv genommen zu werden; nun aber kom-
men wir mit einer Zusammenwürfelung der Atome allein sicher
nicht aus; Hegel’s „immanente Zweckmässigkeit“, „schöpferischer
Begriff“ hält aber eine unklare Mitte zwischen Atomistik und Theo-
logie und weist über sich selbst hinaus. Kant’s Theorie ist an
den Kantianismus überhaupt gebunden, der doch als Ganzes, wie
er in den drei Kritiken vorliegt, nicht haltbar ist und bei Fichte
nur noch toller wird. Ich bin beinahe in der nämlichen Klemme, worin
Herbart sich fand: einestheils ist die Annahme nothwendig, ander-
seits entweder unvollziehbar (nach der Herbart’schen Metaphysik)
oder doch schwer vollziehbar (auf Fechner’s und meinem Stand-
punkte). Helfen Sie mir aus der Klemme und ich werde Ihnen
Dank wissen, dazu genügt aber nicht, dass Sie mir als unwahr-
scheinlich nachweisen, was ich selbst als. an sich wenig wahrschein-
lich anerkenne, sondern dass Sie mir eine andre Aussicht eröff-
nen, die mir auch nur einigermassen plausibel erscheine. Ich
kenne keine.“
Lange, Gesch. d, Materialismus. N.
34.