56 Einleitung.
ist; dessen verticale Theile @’ @’ in die ringförmigen Träger des Fern-
rohrs B endigen. Mittelst der Schraube O, welche gegen den vom
Schlitten nach links hervorragenden Arm n wirkt, kann das ganze Ge-
stell um die Achse a gedreht werden.
Das Fernrohr B ist ein sogenanntes astronomisches, welches alle
Gegenstände verkehrt zeigt. Die innere Einrichtung des Fernrohrs
werden wir erst in der Optik kennen lernen; hier muss als bekannt vor-
ausgesetzt werden, dass in dem vorderen ausziehbaren Theile desselben,
der Ocularröhre, ein Bild des beobachteten Gegenstandes entsteht und
dass in der Ebene dieses Bildes ein feines Fadenkreuz aus einem ver-
ticalen und einem horizontalen Spinnfaden ausgespannt ist, welches
zugleich mit dem .anvisirten Gegenstande scharf und deutlich gesehen
wird, wenn man die Röhre richtig ausgezogen hat. Der Rahmen, auf
welchem :das Fadenkreuz aufgespannt ist, kann mittelst einer Mikro-
meterschraube p in verticaler Richtung gehoben oder gesenkt und der
Betrag dieser Verschiebung an einer im Ocular vorhandenen Scala und
an der eingetheilten Trommel der Schraube abgelesen werden.
Die Aufstellung des Fernrohrs auf seinen Trägern ist dieselbe,
wie sie bei Nivellirinstrumenten und auch sonst noch häufig vorkommt,
weshalb wir sie hier näher besprechen wollen. Das Fernrohr ist näm-
lich gegen beide Enden des Hauptrohrs mit zwei Ringen aus hartem
Rothguss von genau gleichen Durchmessern versehen, welche auf der
Drehbank zusammen abgedreht wurden.
Mit diesen Ringen lagert sich das Fernrohr in den halbkreisförmi-
gen Ausschnitten des Trägers und wird durch darüber geschobene Span-
gen festgehalten. Das Fernrohr kann somit in seinen Lagern um eine
durch die Mitte der Ringe gehende Achse gedreht werden; doch schlägt
hierbei ein vorstehender stählerner Zapfen an die Spitze einer Schraube,
die am Träger befestigtist, sobald der Horizontalfaden des Fadenkreuzes
genau die horizontale Lage angenommen hat. Hierdurch wird dann
eine weitere Drehung nach dieser Seite verhindert.
Das Fernrohr kann also überhaupt folgende Bewegungen machen:
1. Drehung um seine eigene mechanische Achse, welche durch die
Mittelpunkte der beiden Ringe geht.
2. Drehung um die horizontale Achse « mittelst der Schraube 0
innerhalb enger Grenzen.
3. Drehung um die verticale Achse des ganzen Instruments, welche
oben durch die conische Vertiefung, unten durch die Achse des Conus C
der Säule $ gegeben ist.
4. Parallelverschiebung in verticaler Richtung und zwar fein mittelst
der Differentialschraube J, grob nach Lüftung der Klemmschraube R.
Die Horizontalstellung des Fernrohrs geschieht entweder mittelst
einer abnehmbaren Aufsatzlibelle Z oder mittelst einer unterhalb des
Fernrohrs mit den Trägern @’@’ fest verbundenen Libelle. Die Ein-
richtung einer solchen Libelle wird hier als bekannt vorausgesetzt.
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