G. Die Gasspritze.
Die Dampfjprige mit ihrer gewaltigen Wafjerlieferung Fann
vorläufig durch) andere Feuerjprigen nicht verdrängt werden. Die
Zuverläſſigkeit der Dampfkraft wird ihr eine weitere Verbreitung
ſichern.
Aber die Dampſfſpriye hat einen großen Fehler; es dauert
zu lange, bis ſie ſoviel Dampf hat, daß die arbeiten kann.
Liegt eine Brandſtelle in der Nähe der Wache, dann wird
die Dampfjpaunung nie jo hoch fein, daß ſofort nah dem Ein-
treffen auf der Brandſtelle Waſſer gegeben werden kann.
Die Dampfſpriße muß auch erſt an der nächſten Waſſer-
entnahmeſtelle angeſchloſſen werden. Es iſt der Hydrant auf-
zuſuchen, im Winter evtl. aufzutauen, das Standrohr muß ein-
gejegt werden, oder es wird Zeit verbraucht zum Auslegen der
Saugeleitung, kurz, es wird immer einige Zeit vergehen, ſelbſt
bei günſtigen Verhältniſſen, ehe alles ſo weit vorbereitet iſt, bis
der Maſchiniſt die Dampfſprite anlaſſen kann.
Nun können aber gerade die erſten Minuten von großem
Einfluß auf die Entwi>klung des Feuers fein; mand ein Feuer,
das man gleich mit einem kräftigen Strahl hätte angreifen können,
hätte niht ſo groß werden können.
Es werden daher für den erſten Angriff Kohlenſäureſprizen
gebaut, Sprigzen, die ſofort in Tätigkeit geſeßt werden können.
Ueber die Entwidlung der Kohlenfäurefprigen oder Gas-
ſpriven iſt im Abſchnitt A einiges geſagt.
Bedeutung und Verbreitung erlangten die Gasſprizen erſt,
nachdem es gelang, Kohlenſäure im flüſſigen Zuſtande unter Druek
aufzubewahren.