Kallmann’s Differentialmethode. 327
normalem Betriebe werden stets Potentialdifferenzen zwischen A, B, ©
und D auftreten; dieselben könnten bei direkter Messung der Betriebs-
spannungen ACundBD als Differenzen zwischen diesen beiden Werthen
nur ungenau ermittelt werden. Dr. Kallmann misst deshalb die Diffe-
renzen zwischen den gleichpoligen Punkten A und B bezw. C und D,
indem er Voltmeter für niedrige Spannung G, und G, verwendet. Wer-
den die Potentiale in den Punkten A, B, C, D der Reihe nach mit e,
Zug A,
Fig. 295.
bis e,, die Galvanometerwiderstände mit r,, 1, und die Ströme in ihnen
mit jj, ja bezeichnet, so kann man die Spannungsverluste aus den Be-
ziehungen
8 =jıt
,—- 4, =jn
und die Ströme i, und i, in 9, und 9, aus den Beziehungen
lı Wwı oe lı WE ee 01
,wt,hw=E-—1o,
ermitteln; hierbei ist nur vorausgesetzt, dass r,, r, gross sind gegen die
Widerstände w, bis w,. Letztere sind meistens sehr klein und einander
gleich; es genügen also Galvanometer von etwa 100 Ohm Widerstand.
Ist ferner
Wi —iWn
Ws —W;
so wird
meh u
2, mw=E— 1,0,
wo E die Maschinenspannung, i, 9, und i, 9, die Nutzspannung und
i,w, und i,w, den Verlust in den Feldern bedeuten.
Handelt es sich um die Vergleichung zweier verschiedenen Span-
nungen, so schaltet man dieselben nach Fig. 296 unter Vermittlung eines