Hülfsapparate. 643
gut war der, durch Hawskley ausgestellte, Apparat von Burdon-
Sanderson. Der Tisch, welcher die für das Präparat bestimmte Hülse
enthält, wird von Wasser beliebiger Temperatur durchströmt, zugleich
kann dem Präparat Gas oder Feuchtigkeit zugeführt werden. Aehnlich,
4 aber mit angefügter Lampe und Wasserbehälter, war ein Apparat, den
"rs “ die Genfer Gesellschaft ausgestellt hatte.
Prof. Vogelsang bedient sich für die Erwärmung der Objecte
| des galvanischen Stromes. Das Gefäss eines Thermometers ist zu einem
| Ringe zusammengebogen und hier mit einer Anzahl von Glasknöpfen
| versehen. Mit Hülfe dieser Knöpfe ist ein Platindraht im Zickzack
1.37.) über die Oeffnung des Ringes gespannt; dieser Draht soll durch den
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galvanischen Strom erhitzt werden, während das auf ihm liegende Ob-
ject mikroskopisch beobachtet wird. Es machte nicht den Eindruck,
eilför- als wenn man mit diesem Apparate einfach und sicher zum Ziele ge-
h ge- langen könne,
Von Eine grosse, sehr solid gebaute Wärmekammer war von Prof.
‚ von Klebs ausgestellt. Das Object kommt in den durchbohrten Raum einer
rung
g dicken Kupferplatte und wird mit Glas gedeckt. In diesen Raum kön-
nen Gase und Thermometer eingeführt werden. Die Erwärmung wird
durch Leitung von erhitzten Metallstangen aus bewirkt.
Von Geissler waren die verschiedensten Formen feuchter und
Gaskammern ausgestellt, dieselben, sowie einige ähnliche Apparate sind
tomen zu bekannt und einfach, um weiter darauf einzugehen. Verschiedene
gen Messer und Doppelmesser boten nichts Bemerkenswerthes.
Unter den Compressoren, deren eine grosse Zahl ausgestellt wurde,
war nur ein Paralleleompressor der Genfer Gesellschaft bemerkens-
ardan- werth. Die eine Glasplatte des Compressors ist so gegen die andere
eingelenkt, dass sie ein wenig hin- und hergeschoben, also das Object
| gerollt werden kann. Ausserdem trägt sie an der einen Seite eine ovale
Höhlung, deren lange Axe senkrecht zur Fläche der Platte steht. In
Art | den Rand dieser Höhle greift eine Schraube ein. Wird diese Schraube
| vorwärts getrieben, so gleitet sie in die Mitte der Höhlung und presst
te, we | dadurch die beiden Glasplatten stärker und stärker gegen einander.
iu Als eines besonderen Apparates muss des Wollmessers von Wasser-
br lein Erwähnung geschehen. In einem kleinen zierlichen Kästchen,
Biol welches in den Focus des Mikroskops gebracht wird, ragen in Führun-
iu 1 gen eingefasste Pincetten in Form von Reissfedern hinein; diese sind
f IM bestimmt, die Fäden zu fassen, zu spannen und zu drehen. Der Appa-
| rat würde vielleicht weiterer Verwendung für histologische Zwecke
oo fähig sein.
. Von Suringar, Leyden, war ein Instrument zur Verification der
| Mikrometer ausgestellt. Es war nach dem Principe einer Längentheil-
} maschine in verkleinertem Maasse gebaut, die Ablesung geschieht mit
Hülfe eines getheilten Ocularmikrometers und Mikroskops, unterliegt
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