würde hier gleich der Summe der Querschnitte der Einzel-
dräthe sein. Es mag zum Anhalt dienen, dass hiernach ein
5 ‚Millimeter dicker Drath etwa mit fünfundzwanzig 1 Milli-
meter dicken gleichwerthig ist, desgleichen mit eilf von 13,
desgleichen mit sechs bis sieben von 2 Millimeter Dicke.
Dies jedoch nur, solange sie neu sind. Bei mehr und mehr
vorgeschrittener Oxydation ist ein Drathseil um so weniger
werth, aus je mehr Strähnen dasselbe besteht. Vielleicht dient
es auch zum Anhalt, wenn ich hinzufüge, dass jedes Drath-
seil um so weniger werth ist, je mehr Strähnen es bei gleichem
Durchmesser enthält. Die solchergestalt nach der galvanischen
Leitungsfähigkeit zu bestimmenden Dimensionen dürften übri-
sens für den vorliegenden Fall eher zu klein, als zu gross
bemessen sein, da die Begünstigung, welche die elektrische
Bewegung sonst durch den vergrösserten Durchmesser des
Ganzen erfahren möchte, durch die Beschränkung dieser Be-
wegung auf bestimmte und vielfach gekrümmte Linien mehr
als aufgewogen sein mag.
Nach welcher Methode zu prüfen ist.
Wie der Fabrikant, welchem die Anfertigung eines Blitz-
ableiters übertragen ist, bevor er seine Dispositionen trifft,
vor Allem-an Ort und Stelle erscheinen muss, so muss, wer
ein Urtheil über eine bestehende Anlage fällen will, dieselbe
vor Allem persönlich besichtigen. Ich meine hiermit, dass
eine Prüfung aus der Ferne nach eingezogenen Be-
richten kaum statthaft ist. Denn solche Berichte sind
erfahrungsgemiäss nie ganz erschöpfend und können es nicht
sein, wenn der Absender sie auch nach ganz bestimmten
Fragen formulirte. Ein einziger Blick sagt mehr, als Seiten
voller Worte, und .er sagt oft, was sich überhaupt nicht in
Worten ausdrücken lässt. Ich erwähne dies, weil ich aus
eigner Erfahrung weiss, wie leicht man nach eingezogenen
Berichten in der fraglichen. Sache irrt.
Wer an Ort und Stelle ein Urtheil über die Tauglichkeit
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